08.01.2019 06:00 |

Bleibt „Schandfleck“?

Schwedenplatz-Umbau liegt immer noch auf Eis

Die Wiener werden wohl auch noch 2019 mit dem „Schandfleck“ Schwedenplatz leben müssen. Zwar wurden bereits vor drei Jahren die Pläne zur Neugestaltung (großzügiger Boulevard, 160 Bäume, Grünflächen etc.) öffentlich vorgestellt. Auch das Geld liegt bereit. Doch Stadt und Bezirk streiten sich um Kleinigkeiten.

Der Knackpunkt: Die Tankstelle und der Busparkplatz am Josefs-Kai müssen weg. Über Ablösen und Ersatzstandort sind sich Stadt und Eigentümer aber uneins. Daher will die scheidende Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) den Schwedenplatz in zwei Etappen umbauen.

Zuerst den Bereich um die U-Bahn-Station. Und später irgendwann den Abschnitt Busparkplatz und Tankstelle. Für City-Vorsteher Markus Figl (ÖVP) geht das gar nicht, weil gerade dort die 160 Bäume stehen sollen.

Neugestaltung seit 2012 ein Thema
„Für eine Alibi-Behübschungsaktion stehe ich nicht zur Verfügung“, sagt Figl. „Es muss der gesamte Platz gemacht werden. Das wurde den Menschen versprochen.“ Tatsächlich ist die Neugestaltung seit 2012 ein Thema. Bürger konnten Ideen einbringen. 3000 konkrete Wünsche sind an die Planer eingegangen, allen voran die Schaffung einer weitläufigen Flaniermeile.

All das berücksichtigt der Siegerentwurf. Was fehlt, ist die Detailplanung. Und diese müsste der Bezirk beim Magistrat beauftragen. „Nur das geschieht nicht. Dabei wäre das Geld vorhanden. Aber durch die Stadtverfassung können wir den Bezirk auch nicht übergehen“, sagt ein Vassilakou-Sprecher.

Figl kontert: „Wir können sofort mit der Detailplanung beginnen, wenn uns die Stadtregierung die Garantie gibt, dass das gesamte Siegerprojekt umgesetzt wird.“ Eine klassische Pattstellung – auf Kosten aller Wiener.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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