Herzlose Bürokraten

Alte Parkscheine: Saftige Geldstrafe für Patient

Verärgert ist ein Autolenker aus dem Wiener Umland. Denn weil er bei einem Ausflug in die Bundeshauptstadt sozusagen 20 Cent zu wenig für die Parkscheine berappt hatte, musste er die 180-fache Summe als Strafe zahlen: „Das ist doch reine Willkür!“ Doch die Wiener Bürokratie blieb hart.

Wolfram W. ist zwar oft in Wien, allerdings nur ganz selten mit dem Auto. Kein Wunder also, dass jene Parkscheine, die er im Handschuhfach liegen hatte, nicht mehr ganz taufrisch waren.: „Die hatte ich 2016 auf Vorrat gekauft.“ Dass es mittlerweile eine Teuerungswelle gegeben hat, ist W. nicht aufgefallen: „Weil ich eben kaum mit dem Wagen unterwegs bin - und schon gar nicht in Wien.“

Jetzt war es aber wieder einmal so weit. Wegen einer leichten Verletzung musste W. ins Hanusch-Krankenhaus. Und der Niederösterreicher aus einer Wienerwaldgemeinde füllte sorgfältig zwei Ein-Stunden-Parkscheine aus, nachdem er sein Vehikel auf bundeshauptstädtischem Boden abgestellt hatte. Bei der Rückkehr zum Auto erlebte der 50-Jährige eine böse Überraschung: „Hinter dem Scheibenwischer klemmte ein Strafzettel.“ Das Vergehen des Lenkers: Er hatte alte Parkscheine verwendet - die neuen hätten in Summe um 20 Cent mehr gekostet. Nun kostete das Delikt 36 Euro. W. ist empört, weil er sich ja nicht vor der Parkgebühr drücken wollte: „Hätte man den neuen Preis von mir verlangt, wäre das okay. Aber gleich das 180-fache der Differenz zu kassieren, erscheint mir ein bissl viel!“

Kronen Zeitung

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