08.12.2018 06:00 |

Atemwegserkrankungen

Ein Schutzschild für die Lunge

Husten ist ja derzeit nichts Ungewöhnliches - daher werden Entzündungen und Infektionen mit Pneumokokken oft übergangen. Oft der direkte Weg zu einer Lungenentzündung!

Dann drohen langfristige Schäden, es kann sogar zu bedrohlichen Zuständen kommen! Daher muss länger dauernder Husten, vor allem wenn er mit Atemnot, Brustschmerzen, Fieber oder gar Kreislaufbeschwerden einhergeht, ernst genommen werden und zum Arzt führen!

Die Ansteckungsgefahr steigt Tag für Tag
Bei fast jedem zweiten Patienten zeichnen Pneumokokken für eine Lungenentzündung verantwortlich. Man kann sich die Bakterien zwar grundsätzlich das ganze Jahr über „einfangen“ - sie werden leicht über Tröpfcheninfektion übertragen -, in den Herbst- und Wintermonaten ist die Gefahr aber besonders groß. In Europa verzeichnen Ärzte die Diagnose „Lungenentzündung, Pneumonie“ als eine der häufigsten Todesursachen durch Infektionen. Bereits ab September steigen die Erkrankungsfälle und erreichen meist nach dem Jahreswechsel ihren Höhepunkt.

Antibiotika niemals eigenmächtig nehmen
Bei der Therapie kommt man meist um Antibiotika nicht herum, darf sie aber keinesfalls ohne ausdrückliche Verordnung einnehmen. Der eine oder andere ist vielleicht verleitet, die übrig gebliebene Arzneimittelpackung vom Vorjahr heranzuziehen - davon wird dringend abgeraten! Der ungezügelte Einsatz dieser an sich hochwirksamen Medikamente führt zu steigenden Resistenzen (Widerstandsfähigkeit der Erreger gegen einen Wirkstoff, er hilft nicht mehr). Außerdem gibt es auch andere als bakterielle Auslöser für Lungenentzündung. Dann hat die Anwendung überhaupt keinen Sinn, da Antibiotika gegen Viren nichts ausrichten.

Risikogruppen vom Baby bis zur Omama
Besonders gefährdet sind (Klein-)Kinder, ältere Menschen, solche mit bestehenden Immundefiziten oder chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel auch Diabetiker. Übrigens: Fieber und Erkältungsmittel können den Blutzucker durcheinanderbringen. In so einer Situation öfter kontrollieren! Zwar muss wohl derzeit jedem dringend geraten werden, seine Körperabwehr gut in Schuss zu halten, betroffene Bevölkerungsgruppen sollten aber ganz besonderes Augenmerk auf Prophylaxemaßnahmen setzen. Das lässt sich am besten im Zuge einer Vorsorgeuntersuchung bzw. mit dem Kinderarzt besprechen. Impfungen gegen Pneumokokken und Influenza sind erhältlich.

Tipps, um gesund zu bleiben:

  • Häufiges Händewaschen bei Kontakt mit Menschenansammlungen bzw. Hände desinfizieren.
  • Regelmäßiger Aufenthalt in der frischen Luft und Bewegung stärken das Immunsystem.
  • Vitamin- und ballaststoffreiche Kost, selber kochen anstatt zu Fertiggerichten zu greifen, viel Flüssigkeit zuführen.
  • Auf Nikotin verzichten, rauchen vermindert die Abwehrmechanismen im Körper, ganz besonders aber in den Atemwegen.

Wer viel Alkohol trinkt, infiziert sich leichter

  • Auch Alkohol (Höchstmenge pro Tag laut WHO 1/2 l Bier, 1/4 l Wein für Männer, für Frauen die Hälfte) erhöht auf Dauer die Anfälligkeit für Infekte.
  • Studien haben ergeben, dass im Besonderen der Einsatz von Vitamin C bei der Eindämmung von Lungenkrankheiten positiv sein und entzündliche Prozesse kontrollieren kann.
  • Kohlenhydrate und Zucker reduzieren, Transfette und Omega-6-Fettsäuren meiden.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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