Villarreal wartet

Rapid: Eine neue Chance für die „Leblosen“

Fußball International
24.10.2018 10:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem 0:3 in Hartberg fielen in Hütteldorf auch innerhalb der Mannschaft klare Worte. Christopher Dibon fordert „elf Freunde“ auf dem Platz (siehe Video oben). Als krasser Außenseiter kommt die Hürde Villarreal gerade recht.

„Ich bleib dabei. Oder soll ich ein 0:3 in Hartberg schönreden?“, stand Rapids Kapitän Schwab auch gestern zu seiner Kritik. „Es war kein Leben in uns. Für uns war es selbst unverständlich, dass wir so wenig Energie auf den Platz gebracht haben.“

Treffend und fundiert
Worte, die viele „Experten“ als bedenklich verurteilten. Aber in Hütteldorf gut angekommen sind: „Wir brauchen diese Härte und Schärfe, die Spieler müssen sich selbst damit auseinandersetzen“, sagt Sportchef Bickel. Trainer Kühbauer erledigte das bereits am Sonntag. Nicht laut. „Aber treffend und fundiert. Alle Fehler wurden aufgezeigt.“

„Werden Reaktion zeigen“
Damit ist die Blamage abgehakt. Heute hebt der Rapid-Charter nach Castellon ab, morgen wartet in der Europa League auswärts Villarreal. „Wir werden eine Reaktion zeigen, das machen wir nach Rückschlägen immer“, so Bickel. „Aber auch ein perfektes Spiel garantiert dort keinen Punkt.“

„Niemand erwartet etwas“
Doch um im Aufstiegsrennen - nach zwei Spieltagen ist man mit drei Punkten noch Zweiter in der Gruppe - zu bleiben, sollten die Grün-Weißen aus Spanien etwas Zählbares mitnehmen. „Unsere Chance ist, dass niemand etwas von uns erwartet“, sagt Innenverteidiger Dibon.Das Klima passtDer auch mit dem Gerücht aufräumt, dass das Klima im Team nicht passt. „Kleinere Grüppchen gibt es immer, das habe ich noch nie anders erlebt, ist normal. Aber auf dem Platz müssen wir elf Haberer sein.“

Die morgen alles andere als „leblos“ auftreten wollen - Kühbauer: „Jedes Erfolgserlebnis kann etwas bewirken, in uns auslösen. Da wartet ein Gegner, der über uns steht. Da kann sich jeder beweisen, an seine Grenzen gehen. Es muss und wird für jeden Spieler eine Freude sein, dort zu spielen.“ Anders als in Hartberg.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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