Rapid-Kapitän schwärmt

Schwab: „Die Mannschaft ist Kühbauers Heiligtum“

Seit 1. Oktober hat Didi Kühbauer bei Rapid das Sagen und in Hütteldorf einen alten Bekannten als Kapitän: Denn Stefan Schwab zählte - wie auch Christopher Dibon - bereits bei der Admira zu den Schützlingen des 47-Jährigen. Im Interview mit der „Krone“ sprach Schwab über die ersten Tage unter Kühbauer bei Rapid, inwiefern sich „Don Didi“ verändert hat und wie sich Grün-Weiß verändern wird.  

„Krone“: Didi Kühbauer war bereits bei der Admira 2,5 Jahre lang bis Sommer 2013 dein Trainer. Wie prägend war diese Zeit für dich?
Stefan Schwab: Sehr prägend. Bei ihm habe ich die größten Schritte gemacht, von der Ersten Liga in die Bundesliga. Ich kam im Jänner 2011 als junger Spieler zur Admira, er hat mich zu einem sehr guten Kicker für die Bundesliga geformt. Da habe ich ihm sehr viel zu verdanken.

Wie sehr hat sich Kühbauer in den vergangenen fünf Jahren verändert?
Nicht sonderlich. Er ist ein Mensch, der direkt und ehrlich ist, sich vor nichts versteckt. Das kommt bei uns jetzt gut an, sind Punkte, die uns weiterhelfen. Ansonsten ist er eine Spur ruhiger geworden, nicht mehr ganz so lautstark wie früher am Platz.

Führt er mit Dir als Kapitän derzeit viele Gespräche?
Er redet generell viel, versucht alle im Boot zu haben. Die Mannschaft ist sein Heiligtum. Mit mir gab es noch nicht allzu viel Gespräche. Er weiß, was er von mir kriegt. Ihm ist wichtig, dass er andere besser kennen lernt, vor allem auch den Menschen hinter dem jeweiligen Spieler.

Seid ihr Spieler mit ihm „per Du“?
Es ist schon so, dass wir zum Didi Kühbauer „Trainer“ sagen, die „Sie“-Form verwenden. Es gibt beim Begrüßen auch kein Abklatschen, sondern man gibt sich die Hand. Jeder kann Schmäh mit ihm führen, weiß aber auch, wie weit er gehen kann.

Welche spielerischen Schwerpunkte habt ihr in der Länderspielpause im Training gesetzt?
Es geht um das Spiel, das wir aufziehen wollen: mit mehr Tempo bei Ballbesitz, schnellen Lösungen nach vorne und dem Rausspielen von Chancen. Gegen den Ball sollen wir mehr Aggressivität und einen größeren Druck auf den Gegner ausüben.

Hat sich die wochenlang vorherrschende Unruhe bei Rapid etwas gelegt?
Ich habe schon gegen Mattersburg festgestellt, dass die Grundstimmung im Stadion positiv war. Man merkt im Verein und im Umfeld, dass jetzt wieder positive Energie herrscht. Das hat sicher mit der Person Didi Kühbauer zu tun.

Kühbauer ist der vierte Trainer bei Rapid seit Sommer 2016. Wie schwierig fällt es Dir, regelmäßig von vorne beginnen zu müssen?
Unter Kühbauer ist jetzt nicht der große Schnitt erfolgt. Er kennt uns fußballerisch sicher besser als wir es selbst für möglich halten. Er spricht unsere Sprache, somit ist es nicht so schwierig, seine Vorgaben umzusetzen. Daher bin ich guter Dinge, dass es funktionieren wird.

Christian Reichel, Kronen Zeitung

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