Fr, 19. Oktober 2018

Unter Drogen gesetzt

23.09.2018 17:09

Haben Arzt & Freundin Hunderte Frauen missbraucht?

Sie sollen Frauen in Bars, Restaurants, aber auch über Dating-Apps angelockt, unter Drogen gesetzt und missbraucht haben - nun klickten die Handschellen für einen US-Arzt und seine Freundin. Die gutaussehenden mutmaßlichen Serienvergewaltiger könnten Dutzende, vielleicht sogar Hunderte Opfer in die Falle gelockt haben. Bislang liegen 14 Anzeigen vor, doch es gibt zahlreiche Hinweise auf weitere Verbrechen.

Seitdem die Behörden im US-Bundesstaat Kalifornien den Fall vergangene Woche öffentlich gemacht haben, gehen immer mehr Hinweise auf das kriminielle Paar ein. Wie die Polizei mittlerweile vermutet, gingen der 38-jährige Chirurg und seine um sieben Jahre jüngere Freundin immer nach derselben Masche vor: In Lokalen, auf Festivals oder über das Internet lockten sie Frauen an, setzten sie mit Alkohol, K.-o.-Tropfen, Kokain oder Ecstasy außer Gefecht, brachten sie ins Haus des Arztes in Newport Beach im Süden von Los Angeles und vergewaltigten die wehrlosen Opfer. Die Taten wurden meistens gefilmt.

Nach Zahlung von Kaution auf freiem Fuß
Die Staatsanwaltschaft von Orange County wirft den beiden unter anderem Vergewaltigung unter Drogeneinfluss, erzwungenen Oralverkehr mit Betäubungsmitteln sowie Körperverletzung zum Zwecke eines sexuellen Missbrauchs vor. Dem Arzt Grant William Robicheaux werden bisher 13 Vergehen zur Last gelegt, seiner Freundin Cerissa Laura - einer Lehrerin! - elf. Gegen beide wurde Strafanzeige erlassen. Nach Zahlung einer Kaution sind sie wieder auf freiem Fuß. 

Die Ermittlungen starteten mit zwei Vergewaltigungen im Jahr 2016. Bisher gibt es 14 Anzeigen, über 30 weitere potenzielle Opfer seien „glaubwürdig“. Es dürfte aber weit mehr Verbrechen des Paares geben: Nach Auswertung von Hunderten Videos am Handy des 38-Jährigen, die den sexuellen Missbrauch von offensichtlich unter Drogen stehenden Frauen zeigen, befürchten die Ermittler, dass es Hunderte Opfer geben könnte.

Die Behörden weiten ihre Ermittlungen nun auf weitere Bundesstaaten aus und gehen bei der Untersuchung rund 20 Jahre zurück. Nach Angaben ihrer Anwälte weisen die beiden alle Vorwürfe zurück.

 krone.at
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