Fr, 19. Oktober 2018

Neben dem Ikea

21.09.2018 10:54

Ex-Möbelzar Gröbl will in Graz ein Dorf bauen

Der Geschäftsmann Werner Gröbl - er war früher Eigentümer von Gröbl Möbel - will im Süden von Graz ein neues Stadtviertel errichten. 2500 Menschen sollen dort leben, so die Vision. Bevor sie Wirklichkeit werden kann, müssen allerdings noch einige Steine aus dem Weg geräumt werden. Vor einigen Tagen gab es ein erstes Treffen mit Architekten und der Beamtenschaft.

Auf dem Acker neben dem Ikea stehen seit Kurzem Baucontainer und ein Wohnwagen. Für das Grundstück, das zu einer Hälfte der Gröbl-Gruppe und zur anderen Hälfte der Lutz-Stiftung gehört, gab es in der Vergangenheit immer wieder Pläne: Zuerst war ein Möbelhaus angedacht, dann ein Outlet-Center, und auch eine Therme und ein Hotel waren zwischenzeitlich einmal im Gespräch.

Vor einigen Jahren wurde aus dem Ex-Möbelzar ein Baulöwe. Gröbl baute den Wohnpark Gösting - „ein Dorf in der Stadt“, wie er selbst sagt. Dieses Konzept will er nun auch in Puntigam umsetzen, nur dass die Dimension eine ganz andere ist: „Das Grundstück ist viermal so groß“, so Gröbl.

Die Infrastruktur wäre bereits vorhanden: Der Nahverkehrsknoten mit der 5er-Endhaltestelle und der S-Bahn ist direkt vor der Haustüre, es gibt einen „Fahrrad-Highway“, man ist in ein paar Minuten auf der Autobahn, und zum Grazer Flughafen hat man es auch nicht weit.

„Aber wir stehen erst am Anfang“, betont Gröbl. Die Baucontainer hat er aufstellen lassen, um ein Gefühl für das Grundstück zu bekommen: für den Sonnenverlauf, den Umgebungslärm. „Das hat sich in Gösting bewährt“, meint er. Ganz oben gibt es sogar eine Aussichtsplattform. Und in dem Wohnwagen haben Gröbl und seine Frau Karin schon übernachtet.

Anfang der Woche startete das „kooperative Planungsverfahren“. Dabei soll ausgelotet werden, was auf dem Areal möglich ist und was nicht. Zuerst sei er skeptisch gewesen, gibt Gröbl unumwunden zu, „ich habe mir gedacht, schon wieder ein Gremium, aber als ich gesehen habe, wie konstruktiv da gearbeitet wird, war ich geradezu begeistert.“

Grundstück muss umgewidmet werden
Die Grundvoraussetzung ist, dass die Widmung geändert wird. „Die läuft derzeit auf Einkaufszentrum“, erklärt Gröbl. Ebenfalls noch auf der To-do-Liste stehen der Bebauungsplan und der Architektenwettbewerb. Erst wenn das alles abgehakt ist, kann das eigentliche Bauverfahren beginnen.

Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter

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