So, 23. September 2018

Starke Regenfälle

16.09.2018 09:57

Sturm „Florence“: Million Menschen ohne Strom

Die Südostküste der USA hat durch den Wirbelsturm „Florence“ mit heftigen Regenfällen und Überschwemmungen zu kämpfen. Der Sturm trug am Wochenende große Wassermassen in die Bundesstaaten North Carolina und South Carolina. Flüsse traten über die Ufer, Straßen wurden überspült, Stromleitungen beschädigt. Nach Angaben von US-Medien waren fast eine Million Menschen in den beiden Staaten ohne Strom.

Die Zahl der Toten durch den Tropensturm „Florence“ ist am Samstag auf mindestens acht gestiegen. Am stärksten betroffen war der Bundesstaat North Carolina, in dem sieben Menschen starben. „Florence“ war Freitagfrüh (Ortszeit) an der US-Ostküste auf Land getroffen, sie aber glücklicherweise mit geringerer Stärke als ursprünglich befürchtet errreicht. Der starke Regen kann nach Angaben von Meteorologen noch Tage andauern.

Die Tücke an dem Sturm ist nicht die Windstärke, sondern die große Menge an Wasser, die „Florence“ durch Sturmfluten und starke Niederschläge an die Küste getragen hat und die sich über Flussläufe weiter landeinwärts drücken. Bestimmte Gebiete dort dürften nach Einschätzung von Experten erst mit Verzögerung die Folgen des Sturmes zu spüren bekommen. Auch in den nächsten Tagen sei weiter mit Überschwemmungen zu rechnen.

Ein Problem ist auch, dass der Sturm sehr lange über dem Küstengebiet verweilt. Er bewegte sich am späten Samstagnachmittag (Ortszeit) nur mit minimalem Tempo von zuletzt vier Kilometern pro Stunde vorwärts, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum mitteilte. Die Region ist dadurch über lange Zeit starkem Regen ausgesetzt. Anlass zur Entwarnung gibt es daher nach Experteneinschätzung nicht.

Die Behörden hatten vorsorglich Hunderttausende Menschen entlang der Südostküste aufgerufen, sich vor dem Wirbelsturm in Sicherheit zu bringen und landeinwärts Schutz zu suchen - bei Freunden, Verwandten, in Hotels oder Notunterkünften. Nicht alle waren dem Aufruf gefolgt.

 krone.at
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