Bei Rapid wird im Training jeder Schritt von Kapitän Schwab und Co. ab sofort live ausgewertet. So will die Djuricin-Elf in den englischen Wochen nicht nochmals in der Bundesliga in die „Rotationsfalle“ tappen.
Seit Mittwoch sind bei Rapid die Rollbalken unten, trainiert wird nur noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Kein Bluff vorm Wiener Derby, „eine normale Vorbereitung“, versichert Trainer Goran Djuricin. „Wir brauchen nichts neu erfinden, sind sehr variabel. Es geht nur darum, unser Spiel durchzubringen.“
Fehler in der Trainingssteuerung korrigiert
Was vor der Ländspielpause in der Liga (zu) selten gelang. Grün-Weiß tappte in die Rotationsfalle. So fehlte Kapitän Schwab und Co. oft die Spritzigkeit, verschenkte man daheim gegen Altach (1:1) und Wolfsberg (0:0) Punkte, löste man so die Fan-Proteste aus. „Die Fehler in der Trainingssteuerung haben wir korrigiert“, versichert Sportchef Bickel. „Wir haben nochmals in die Medizin investiert.“
Bislang wurden die Fitness-Werte der Spieler vor allem über die tägliche Blutabnahme kontrolliert, jetzt wird jeder Kicker bei den Einheiten mit einer Art „GPS“ ausgestattet. Das neue „Navi“ sorgt für die totale Kontrolle. „Wir sehen bei jedem Spieler bei jedem Schritt, ob er zu hoch oder zu niedrig belastet ist“, erklärt Djuricin. Sein Assistent, Sportwissenschafter Rafael Pollack, verfolgt bei den Einheiten die Live-Daten auf dem Computer. „So können wir im Training sofort reagieren, noch effizienter arbeiten“, so Djuricin.
„Eine Herausforderung“
Der bei nun sieben Spielen in drei Wochen weiter rotieren wird. Nach verschiedenen Kriterien: Müdigkeit, Taktik, Gegner, aber auch Körpersprache und seinem Bauchgefühl. „Jedes Spiel wird eine Herausforderung“, weiß Djuricin. „Wir freuen uns drauf.“ Nach der Austria kommt Spartak Moskau, dann geht’s zu Salzburg. Schwerer geht’s kaum.
Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung
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