Di, 18. September 2018

Schwierige Bergung

22.08.2018 12:22

Bergsteiger saßen auf dem Großvenediger fest

Am Dienstag wollte ein 75-jähriger Münchner mit seinem 15-jährigen Sohn den Großvenediger über den Nordgrat erklettern. Doch die beiden verstiegen sich. Wegen akuter Steinschlaggefahr gestaltete sich die Bergung äußerst schwierig.

Da die beiden Bergsteiger an der schwierigen Schlüsselpassage über den Nordgrat scheiterten, kehrten sie um und kletterten wieder ab. Gegen 20 Uhr erreichte die Salzburger Bergrettung der Notruf, wonach sich Vater und Sohn oberhalb des sogenannten Meynowschartl‘s in 3400 Metern Seehöhe verstiegen hatten. Sie waren bereits völlig erschöpft und kamen in einer steinschlaggefährdeten Wand nicht mehr weiter. Da ein Hubschraubereinsatz nicht mehr möglich war, mussten die Einsatzkräfte der Bergrettung zu Fuß aufsteigen.

Akute Steinschlaggefahr
Sie wurden von Bergführern, die mit Gästen auf der Kürsingerhütte waren, unterstützt. Während des Aufstieges regnete es zeitweise stark, nach Mitternacht trafen die Retter an der Wand in 3400 Meter Seehöhe ein. Die beiden Bergsteiger wurden mit heißem Getränk und Essen versorgt. Wegen akuter Steinschlaggefahr gestaltete sich die Bergung aus der Wand äußerst schwierig.

Es dauerte bis nach 2.30 Uhr, bis beide Personen unverletzt auf das Obersulzbachkees abgeseilt werden konnten. Vater und Sohn wurden von den Einsatzkräften der Bergrettung zur Kürsingerhütte geleitet, wo sie im Morgengrauen völlig entkräftet, aber unverletzt ankamen. Der Vater konnte den Abstieg von der Hütte aufgrund schwerer Erschöpfungszustände nicht mehr aus eigener Kraft antreten. Die Bergsteiger wurden vom Notarzthubschrauber zur Untersuchung ins Krankenhaus geflogen.

Der Bergrettungseinsatz konnte von der 14-köpfigen Einsatzmannschaft trotz schwieriger und kräftezehrender Bedingungen erfolgreich und verletzungsfrei abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Bergführer kamen frühmorgens gerade rechtzeitig zur Kürsingerhütte, um ihre Gäste zur Venedigerbesteigung zu begrüßen.

 krone.at
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