Traum vom Triple

Juventus mit Ronaldo DER haushohe Serie-A-Favorit!

Der Transfer von Weltfußballer Cristiano Ronaldo von Champions-League-Seriensieger Real Madrid zu Juventus Turin hat Italiens Serie A extrem aufgewertet! Doch die Ausgangslage ist vor der am Wochenende beginnenden Saison praktisch unverändert geblieben. Alles andere als der achte Titel en suite für „Juve“ wäre eine Sensation. Das große Ziel von Ronaldo und Co. heißt aber natürlich „Triple“. Ganz oben im VIDEO sehen Sie Ronaldos bereits drittes Tor im zweiten Testspiel von Juventus - gegen die U23 von Juve…

Vier Mal in Serie hat die „vecchia signora“ („Alte Dame“) aus Turin zuletzt das „Double“ erobert. In dieser Saison, die am Samstagabend (18 Uhr) mit dem Juventus-Gastspiel bei Chievo Verona eröffnet wird, soll nun auch noch zusätzlich erstmals seit 1996 die Champions League gewonnen werden. „Ich bin hier, um die Vereinsgeschichte zu prägen. Mich interessiert nur, immer zu gewinnen und immer das Beste zu geben“, hatte Ronaldo bereits bei seiner Präsentation unmissverständlich klargestellt. Die eher älteren Juventus-Fans haben sich dabei am vergangenen Sonntag an das Jahr 1982 erinnert gefühlt. Beim traditionellen Testspiel gegen den eigenen Nachwuchs, das wie jedes Jahr in Villar Perosa vor den Toren Turins stattgefunden hat, dem Geburtsort von Fiat-Gründer Giovanni Agnelli, ist Ronaldo erstmals im Trikot seines neuen Arbeitgebers aufgelaufen, der ihn laut eigenen Angaben für 112 Millionen Euro verpflichtet hatte. Es hat eine Aufbruchsstimmung geherrscht wie vor 36 Jahren, als bei diesem vereinsinternen Highlight Michel Platini sein Debüt für Juve gegeben hatte.

Mit der Verpflichtung von Frankreichs Superstar war die Serie A in den 1980er-Jahren zur besten und - nach Eigendefinition - schönsten Liga der Welt aufgestiegen. Über ein Jahrzehnt lang hatte alles von Rang und Namen in Italien gespielt, die Serie A angeführt von Juventus und AC Milan den europäischen Fußball dominiert. In diesem Ausmaß wird sich die Geschichte nicht wiederholen, doch der Transfer des Superstars Ronaldo hat die italienische Meisterschaft schlagartig wieder in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt. So ist erst vor wenigen Tagen ein lukrativer TV-Vertrag mit dem potenten US-Sender ESPN abgeschlossen worden. Ohne den fünffachen Weltfußballer Ronaldo wäre dies undenkbar gewesen. Der Transfer-Coup, den sich Juventus in den nächsten vier Jahren inklusive Lohnzahlungen über insgesamt 350 Millionen Euro kosten lässt, hat aber auch die Konkurrenz des Rekordmeisters angestachelt. Erstmals haben die 20 Serie-A-Vereine für Neuverpflichtungen die Grenze von eine Milliarde Euro überschritten.

Trotzdem dürfte sich der Abstand von Juventus aufgrund von Ronaldo und des von AC Milan nach nur einer Saison wieder zurückgekehrten Abwehrchefs Leonardo Bonucci zu den ersten Herausforderern SSC Napoli - mit neuem Trainer Carlo Ancelotti - und AS Roma vergrößert haben. Diese beiden Klubs haben seit 2013 mit einer Ausnahme in wechselnder Reihenfolge stets die Plätze zwei und drei hinter den Turinern belegt. Ihre Hoffnung ist, dass „Juve“ vielleicht durch den Fokus auf den Champions-League-Gewinn am 35. nationalen Meistertitel scheitern könnte. Viel vorgenommen hat sich auch Inter Mailand. Die chinesischen Besitzer haben das Team von Trainer Luciano Spalletti gezielt verstärkt, spielen doch die Blau-Schwarzen erstmals seit sieben Jahren wieder in der Champions League. Und die Serie A will Inter erstmals seit 2011 wieder unter den ersten drei abschließen. Stadtrivale AC Milan befindet sich dagegen nach dem zweiten Besitzerwechsel innerhalb von 15 Monaten weiter in einer Phase der Selbstfindung.

Weil die neue sportliche Führung von den hochdekorierten früheren Stars und Klub-Ikonen Paolo Maldini sowie Leonardo gebildet wird und von Juventus der argentinische Topscorer Gonzalo Higuain verpflichtet worden ist, herrscht aber auch unter den Fans der „Rossoneri“ grenzenlose Euphorie. Das junge Milan-Team gilt trotzdem nur als Außenseiter auf einen der vier Champions-League-Plätze. Österreichs einziger Serie-A-Legionär ist U21-Teamstürmer Arnel Jakupovic, der bei Aufsteiger Empoli unter Vertrag steht. Im Frühjahr hatte der Torjäger leihweise für Juventus Primavera, die U19-Mannschaft des Serienmeisters, gespielt. Bei Empoli dürfte der 20-Jährige wohl vorerst auch nur im Nachwuchs-Team zum Einsatz kommen.

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