Fr, 21. September 2018

Ausreißer oder Trend?

15.08.2018 09:00

Laut den Schulärzten: Weniger dicke Kinder in Graz

Die Bilanz des schulärztlichen Dienstes der Stadt Graz für das Jahr 2017 legt nahe, dass die Grazer Kinder gesünder werden. So ist der Anteil der Pflichtschüler mit Übergewicht oder Haltungsschäden gesunken. Es bleibt abzuwarten, ob es sich um einen statistischen Ausreißer oder eine nachhaltige Verbesserung handelt.

Übergewicht: 11,7 Prozent von 4868 im Vorjahr untersuchten Kindern der ersten, zweiten und achten Schulstufe sind übergewichtig. Ein eklatanter Rückgang im Vergleich zum Jahr 2016 - da lag der Anteil bei 15,4 Prozent. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass die Zahl der übergewichtigen Kinder in Graz sinkt - man wird sehen, ob es sich nur um einen Ausreißer handelt.

Haltungsschwächen: Von 4838 untersuchten Pflichtschülern (erste, zweite und achte Schulstufe) zeigten 15,9 Prozent Haltungsschwächen - 2016 waren es 20,8. Nimmt man nur die 1. Klasse Volksschule her, lag der Anteil bei 12,7 Prozent.

Verhaltensauffälligkeiten: 5,6 Prozent von 2329 Kindern der ersten Schulstufe zeigten Verhaltensauffälligkeiten (unkontrolliertes Stören des Unterrichts usw.).

Sprachfehler (Stottern usw.) wurden bei 7,6 Prozent der Kinder der ersten Schulstufe festgestellt. Sie erhalten Hilfe.

Sehen: 6,2 Prozent der Kinder der ersten Schulstufe mussten zum Augenfacharzt - das zeigt, wie wichtig rechtzeitige Untersuchung ist. 6,3 Prozent waren übrigens bereits Brillenträger.

Umdenken?
VP-Bildungs- und Sportstadtrat Kurt Hohensinner freut sich: „Die Kinder sind die Zukunft unserer Stadt. Unsere Sportangebote wie die tägliche Bewegungseinheit in den Schulen, die Sportsommerkurse, Aktionen wie der Lauf-Cup usw. wirken. Ich denke, dass auch ein Umdenken hin zu mehr Bewegung und gesünderer Ernährung in den Elternhäusern stattfindet.“

Gerald Richter
Gerald Richter

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