Mo, 17. Dezember 2018

Kroatiens Regisseur

15.07.2018 20:57

Modric bester WM-Spieler - nun auch Weltfußballer?

Kroatiens Luka Modric ist von der FIFA zum besten Spieler der Fußball-WM ausgezeichnet worden. Damit setzt er die Tradition fort, dass diese Ehrung nicht an einen Weltmeister geht. Zuvor hatten Lionel Messi (2014/Argentinien), Diego Forlan (2010/Uruguay), Zinedine Zidane (2006/Frankreich), Oliver Kahn (2002/Deutschland) und Ronaldo (1998/Brasilien) den Goldenen Ball gewonnen.

Als letzter Weltmeister wurde Romario 1994 auch als bester Spieler geehrt. Es dürfte auch im Fall von Kroatiens Superstar nur ein schwacher Trost sein. Wie kein anderer hatte der Kapitän das Spiel seiner Mannschaft bei dieser Weltmeisterschaft geprägt - und auf ganz andere Weise als ein Cristiano Ronaldo, Neymar oder Lionel Messi. Als genialer Passgeber, als Dreh- und Angelpunkt, aber auch als lauffreudiger Arbeiter nach hinten.

Nach seinem Auftritt in Russland darf sich der Champions-League-Sieger von Real Madrid auch Hoffnungen auf die Auszeichnung als Weltfußballer machen. Damit würde er die zehn Jahre andauernde Vormachtstellung von Messi und Ronaldo beenden.

Abseits des Rasens hat Modric allerdings mit ernsthaften Problemen zu kämpfen. Er steht in seiner Heimat wegen Falschaussage vor Gericht. In einem Korruptionsprozess gegen die Brüder Zoran und Zdravko Mamic, letzterer langjähriger Präsident von Serienmeister Dinamo Zagreb, Vizechef des nationalen Fußball-Verbandes und Modric-Berater, wurde der Profi als Zeuge vernommen. Ihm droht im schlimmsten Fall sogar eine Gefängnisstrafe.

Seinen Leistungen auf dem Platz merkte man die persönlichen Sorgen nicht an. Vor allem wie der mit 1,72 Metern vergleichsweise schmächtige Akteur sich inmitten eines hochathletischen Fußballs durchsetzte, beeindruckte nicht nur seine Fans in Kroatien. „Ich kann nur sagen, dass ich nie an mir gezweifelt habe. Du musst kein Riese sein, um Fußball zu spielen“, erklärte Modric vor dem Finale.

Mbappe und Courtois erhalten weitere Auszeichnungen
Kylian Mbappe durfte sich neben dem Titelgewinn auch über die Auszeichnung zum „besten jungen Spieler“ freuen. Der 19-Jährige trug sich bei dieser Endrunde gleich mehrfach in die Geschichtsbücher ein. Sein Doppelpack im Achtelfinale gegen Argentinien war der erste eines Teenagers im Rahmen einer WM seit Peles 1958 gegen Schweden. Auch mit seinem Finaltor gegen Kroatien stellte er sich mit der brasilianischen Legende auf eine Stufe. Pele war bei seinem ersten WM-Titel sogar noch zwei Jahre jünger.

Den Goldenen Handschuh für den besten Tormann erhielt Thibaut Courtois, der sich mit den Roten Teufeln als Dritter über das beste belgische Ergebnis aller Zeiten freuen durfte.

krone Sport
krone Sport

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tabellen
Spielplan

WM-Newsletter

Alle News und Updates zur WM in Russland direkt in's Postfach.