Di, 23. Oktober 2018

Katze im Blutrausch

16.07.2018 06:00

Ausgebüxter Jaguar tötet 6 Tiere in einer Stunde

Ein Jaguar hat bei einem Ausflug in einem Zoo in den USA ein wahres Blutbad angerichtet: Nachdem er am Wochenende aus seinem Gehege im Audubon Zoo in New Orleans im Bundesstaat Louisiana ausgebrochen war, tötete er sechs andere Tiere - darunter vier Alpakas - und verletzte drei weitere. „Valerio“ konnte schließlich nach einer Stunde betäubt und eingefangen werden. Trotz seines Blutrausches im Freigang soll die Großkatze nicht eingeschläfert werden.

Am Samstag um 7.20 Uhr fiel einem Mitarbeiter des Zoos auf, dass der dreijährige „Valerio“ außerhalb seines Geheges herumstreifte. Der Mann schlug Alarm, der Tierpark wurde für Besucher geschlossen.

Die Katze war nur eine Stunde in Freiheit, dennoch ist die Opferzahl enorm: „Valerio“ tötete vier Alpakas, einen Emu und einen Fuchs. Drei weitere Tiere überlebten den Angriff des jagdlustigen Vierbeiners. „Unsere Tiere sind unsere Familie. Wir sind von diesem Verlust erschüttert“, ließ der Zoo in einer Aussendung wissen.

„Wir trauern um den Verlust von sechs Tieren, die nicht überlebt haben, und um drei verletzte Tiere (ein Alpaka namens ,Daisy‘ und zwei Füchse namens ,Copper‘ und ,Rusty‘), die unter professioneller Tierpflege stehen“, hieß es nach dem Vorfall. „Die Namen der Alpakas, die nicht überlebten, waren ,Noel‘, ,Micia‘, ,Alexandria und ,Lil Melody‘. Der Fuchs hieß ,Maggie Mae‘ und der Emu hieß ,Elmo‘.“

„Leider hat er getan, was Jaguare machen"
Der Tierarzt des Zoos, Frank Burks, teilte außerdem mit, dass der Jaguar nicht eingeschläfert wird: „Dem Jaguar selbst wird nichts passieren. Leider hat er getan, was Jaguare machen.“ Wie die Raubkatze aus ihrem Gehege entkommen konnte, wird derzeit ermittelt. Erste Vermutungen legen nahe, dass „Valerio“ über das Dach ausgebüxt war.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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