So, 23. September 2018

Vor 87 Jahren

12.07.2018 04:50

Ein Zeppelin schwebte über die Landeshauptstadt

Ein riesengroßer Zeppelin über der Landeshauptstadt! Woran sich nur noch wenige „Krone“-Leserinnen und -Leser vielleicht noch selbst erinnern können, können andere nur erahnen: Das muss ein Erlebnis gewesen sein! Anfang der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts schienen Luftschiffe eine Zukunft zu haben. Am 12. Juli vor 87 Jahren tauchte die riesige „Graf Zeppelin“ auf dem Kärntner Himmel auf

Das größte Problem der Zeppeline: Der feuergefährliche, aber dringend benötigte Wasserstoff. Trotzdem legten die riesigen Luftschiffe oft tausende Kilometer zurück. Der „LZ 127“ - benannt nach dem Erfinder der Zeppeline Ferdinand Graf von Zeppelin - fuhr sogar mehr als eine Million Flugkilometer ohne Unfall!

Seine Rundreise durch Österreich startete das Lufschiff am 12. Juli 1931 in Friedrichshafen (D), es fuhr dann über den Norden von Österreich bis nach Wien, wo auch Regierungsmitglieder wie der damalige Landwirtschaftsminister Engelbert Dollfuß zustiegen.

Über den Semmering und entlang des Murtales ging es für den Zeppelin weiter nach Kärnten - die Reisenden schauten sich St. Veit an der Glan, Klagenfurt, den Wörthersee und den Faaker See von oben an. Von unten sahen damals viele Kärntnerinnen und Kärntner zu und staunten nicht schlecht, als sie das wahre Monstrum am Himmel entdeckten.

Mit seinen 269 Metern Länge zählt der Zeppelin „LZ 127“ zu den größten jemals von Menschenhand erbauten Flugobjekten! Zum Vergleich: der „Riesenvogel“ Airbus A 380 bringt es „nur“ auf eine Länge von 72,3 Metern. Die „Graf Zeppelin“ wurde in der gesamten Ära dieser Giganten das erfolgreichste Luftschiff überhaupt - und mit ihm war die Zeppelin-Zeit auf ihrem Höhepunkt angelangt; und dennoch bereits auch schon wieder nahe an ihrem Ende.

Zwischen 1900 und 1940 wurden - die Kennzeichen verraten es - nur 131 Zeppeline gebaut; die meisten allerdings für militärische Zwecke. Zivile Luftschiffe überquerten sogar den Atlantik; in Erinnerung ist dabei die Katastrophe von Lakehurst, wo im Landeanflug ein Wasserstoff-Feuer ausbrach und 36 Menschen ums Leben kamen.

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