Di, 23. Oktober 2018

Voller Viren

03.07.2018 11:44

Wer „Fortnite“-Cheats nutzt, verseucht seinen PC

Epics Shooter-Megahit „Fortnite“ ist nicht nur bei ehrlichen Spielern populär, sondern lockt auch unehrliche Gesellen in die Battle-Royale-Welt. Mit Cheat-Software versuchen sie, sich im Spiel unfaire Vorteile zu verschaffen. Doch sie spielen mit dem Feuer: Die meisten Cheats für „Fortnite“ sind mit Viren verseucht.

Das berichtet das IT-Portal „The Register“ unter Berufung auf den Spiele-Streaming-Anbieter Rainway. Der hat in seinem durch „Fortnite“-Streams verursachten Netzwerkverkehr Auffälligkeiten entdeckt und die von „Fortnite“-Streamern kommenden Datenpakete näher untersucht. „Es waren Versuche, verschiedene Werbeplattformen aufzurufen. Rainway enthält aber keine Werbung, das machte die Sache sofort verdächtig“, sagt Firmenchef Andrew Sampson.

Nachdem man den verdächtigen Datenverkehr bei 380.000 Nutzern beobachtet hatte, entschied sich das Unternehmen, sich die Sache im Detail anzusehen und mit „Fortnite“-Cheats zu experimentieren. Schnell stellte sich heraus, dass der verdächtige Datenverkehr tatsächlich durch Cheat-Programme ausgelöst wurde.

Kein Cheat-Programm ist frei von Viren
Für den Multiplayer-Hit „Fortnite“ kursieren eine ganze Menge entsprechender Angebote im Internet. „Aimbots“, die beim Zielen helfen, werden von Cheat-Entwicklern ebenso feilgeboten wie Tools, die dabei helfen sollen, schnell große Summen der In-Game-Währung „V-Bucks“ zu verdienen. Allerdings sind die Programme allesamt verseucht, wie Rainway festhält. Man habe sich alle „Fortnite“-Cheats besorgt, die man finden konnte, und kein einziger davon sei frei von Viren gewesen, warnt die Firma.

Cheats sind aber nicht nur für die Spieler gefährlich, die ihre PCs damit infizieren und sich womöglich Abhörsoftware ins System holen, die höchst sensible Daten wie Kreditkartennummern ausspäht. Sie sind auch eine Gefahr für Epic und „Fortnite“ an sich. Nimmt die Schummelei Überhand, kehren die ehrlichen Spieler einem Multiplayer-Titel schnell den Rücken. Nicht umsonst fahren die Entwickler einen ausgesprochen harten Kurs gegen Cheater, haben jüngst sogar einige mutmaßliche Cheat-Entwickler vor Gericht gezerrt.Einer von ihnen war erst 14 Jahre alt.

 krone.at
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