Mo, 19. November 2018

Vettel auf Platz fünf

24.06.2018 17:47

Hamilton siegt in Frankreich und übernimmt Führung

Knapp zwei Stunden nach dem 6:1-Erfolg der „Three Lions“ bei der Fußball-WM in Russland vollendete Formel-1-Star Lewis Hamilton einen Freudentag für England. Der Mercedes-Mann gewann am Sonntag den Großen Preis von Frankreich in Le Castellet vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen und Kimi Räikkönen im Ferrari. Damit holte sich Hamilton auch die WM-Führung von Sebastian Vettel zurück, der nach einem Start-Crash nur Fünfter wurde.

Auf dem Weg zu seinem 65. Grand-Prix-Sieg hatte Hamilton alles unter Kontrolle und führte fast jede Runde an, während Ferrari-Mann Vettel durch eine Kollision mit Valtteri Bottas in der ersten Kurve viel Zeit eingebüßt hatte. Nur für eine kurze Zeit nach seinem Boxenstopp musste der viermalige Weltmeister die Führung an den Finnen Räikkönen abtreten.

„Der beste Frankreich-Grand-Prix, den es je gegeben hat“
„Gut für England! Ich wünsche allen einen schönen Sonntag“, sagte Hamilton. Mit seinem dritten Sieg im Jahr 2018 schloss er diesbezüglich zum Deutschen Vettel auf. „Ich habe das Rennen genossen. Das Wetter war toll, die Fans waren fantastisch“, meinte der 33-Jährige aus Stevenage, der nun auf 26 verschiedenen Rennstrecken zumindest einmal gewonnen hat. „Der beste Frankreich-Grand-Prix, den es je gegeben hat“, hielt er sich mit Lob nicht zurück.

In der Gesamtwertung liegt Hamilton nun 14 Punkte vor Vettel in Führung. „In der Weltmeisterschaft bin ich wieder vorne - da will ich sein“, betonte er. Neuer Dritter ist Daniel Ricciardo. Der Australier überholte mit Platz vier Hamiltons finnischen Teamkollegen Bottas, der Siebenter wurde, liegt aber schon 49 Zähler hinter dem Spitzenreiter.

Für Red Bull kam der zweite Platz eine Woche vor dem Heimrennen in Spielberg als Mutmacher gerade rechtzeitig. Verstappen zeigte sich zufrieden. „Ich habe versucht, Lewis zu folgen. Ich war gut unterwegs, aber Lewis hat das Rennen kontrolliert“, konstatierte der Niederländer. „Ich hatte kein hartes Rennen und bin happy.“

Vettel kollidiert mit Bottas
Die Startphase des ersten Frankreich-Grand-Prix nach zehn Jahren Pause hatte es wahrlich in sich. Vettel fuhr in den linken Hinterreifen von Bottas, an beiden Autos entstand erheblicher Schaden. Die Nutznießer waren Verstappen und Carlos Sainz, die plötzlich direkt an Hamilton anschlossen. Weiter hinten rutschte Esteban Ocon in seinen Landsmann Pierre Gasly, für beide Franzosen war das Rennen zu diesem Zeitpunkt beendet. Damit die Strecke gereinigt werden konnte, kam das Safety Car zum Einsatz.

Ricciardo und Räikkönen hatten Sainz bald überholt, Vettel und Bottasottas arbeiteten sich unterdessen mit ihren reparierten Autos nach vorne, wobei Vettel eindeutig erfolgreicher war. Der Deutsche musste zusätzlich die schlechte Nachricht einer Fünf-Sekunden-Strafe für das Verursachen der Kollision mit Bottas verkraften. Die Zeit saß er bei seinem zweiten Boxenstopp in der 41. Runde ab.

„Das ist halt manchmal so“, kommentierte Vettel nach dem Rennen im ORF-Fernsehinterview lapidar. „In dem Moment ist es blöd, ich kann nirgends hin. Ich habe versucht rauszukommen, hatte aber keinen Platz mehr. Was man natürlich nicht sieht, ist, dass man, wenn man so nah an den anderen Autos ist, fast gar keinen Grip hat“, erklärte der 30-Jährige.

„Sebastian hat da die Nase reingesteckt, und das ist für beide schlecht ausgegangen“, meinte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Das Auto von Bottas sei nach dem Zusammenstoß „waidwund“ gewesen.

Das letzte Highlight im Rennen lieferte Räikkönen, als er Ricciardo überholte und sich auf den dritten Platz schob. Für das Renault-Werksteam endete der Heim-Grand-Prix schließlich enttäuschend. Der so hoffnungsvoll gestartete Sainz wurde nach einem plötzlichen Motorproblem im Finish Achter, Teamkollege Hülkenberg klassierte sich einen Platz dahinter. „Es war mehr drinnen als der achte Platz“, sagte Sainz.

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