Fr, 21. September 2018

Mit 4 Booten vor Ort

22.06.2018 14:44

35. Donauinselfest: Polizei warnt vor Leichtsinn

Das dreitägige Donauinselfest am Wochenende ist für die Wiener Polizei jedes Jahr ein Großeinsatz. Der See- und Stromdienst, also die Wasserpolizei, ist mit fünf Beamten und zwei Booten rund um die Uhr im Dienst. Die Polizei warnte im Vorfeld vor alkoholbedingtem Leichtsinn. Im Schnitt passiert beim größten Festival Europas jedes Jahr ein tödlicher Badeunfall, „der vermeidbar wäre“, sagte Chefinspektor Erich Kraus.

Mit bis zu vier Booten können die Wasserpolizisten beim Donauinselfest im Einsatz sein. Die meisten Unfälle passieren hier alkoholbedingt. Kraus warnte eindringlich davor, betrunken schwimmen zu gehen. Dass Besucher beim Donauinselfest ertrinken, wäre vermeidbar. Im Vorjahr hat auch eine Privatperson jemanden aus dem Wasser gerettet, schilderte Kraus. Ein Problem bei Unfällen im Wasser sei oft die ungenaue Ortsangabe. „Am Treppelweg der Donauinsel steht am Asphalt alle hundert Meter die jeweilige Kilometer-Angabe“, erklärte Kraus. Er appellierte an die Bevölkerung, diese Information beim Notruf anzugeben.

Weitere Einsätze beim Donauinselfest gebe es etwa wegen junger Menschen, die mit einem Holzfloß von Greifenstein nach Wien unterwegs sind. „Auf der Wasserstraße - wie die Donau eine ist - sind Schwimmkörper verboten“, betonte der Chefinspektor.

Speziell ausgebildete Wasserspürhunde
Kraus ist Kommandant des See- und Stromdienstes, der in der Fachinspektion Handelskai untergebracht ist. 46 Beamte sind dort tätig, darunter drei Frauen. Der Fokus der Arbeit sind Hilfeleistungen zu Wasser. Die Polizisten setzen unter anderem speziell ausgebildete Wasserspürhunde der Diensthundeabteilung ein, um Menschen aus gefährlichen Situationen zu retten oder nach vermissten Personen zu suchen.

Die Beamten bergen jedes Jahr zehn bis 15 Wasserleichen, dazu kommen etwa gleich viele Lebensrettungen, schilderte Kraus am Donnerstag. Außerdem rücken die Beamten zu rund 40 Seenotbergungen aus. Diese reichen vom überforderten Schwimmer in der Neuen Donau über betrunkene Donauinselfest-Gäste, die ins Wasser fallen, bis hin zu in Not geratenen Booten.

291 Einsatzfahrten
Im Vorjahr absolvierten die Wasserpolizisten 1007 Streifenfahrten und 291 Einsatzfahrten, letzteres etwa auch, um tote Schwäne zu bergen. Der Streifenbereich der Wasserpolizisten erstreckt sich auf knapp 70 Kilometern der Donau zwischen Mannswörth über Wien und Tulln bis Altenwörth. Auf dem Donaukanal sind es 18 Kilometer, dazu kommen 20 Kilometer Neue Donau, die Alte Donau sowie sämtliche Gewässer in und um Wien.

 krone.at
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