ÖAMTC warnt

Scherz-Kettenmail verunsichert Autofahrer

Web
22.10.2009 15:37
Bereits zum fünften Mal in Folge sorgt derzeit ein Kettenmail für unnötige Panik unter Österreichs Führerscheinbesitzern: Ein Scherzbold rät darin, den alten Führerschein bis Jahresende umschreiben zu lassen. Wer noch keinen Scheckkarten-Führerschein besitze, müsse ab dem nächsten Jahr alle fünf Jahre eine Nachschulung in einer Fahrschule absolvieren. "Alles falsch", gab der ÖAMTC am Donnerstag in einer Aussendung Entwarnung.

"Es gibt keine Befristung der aktuell gültigen Führerscheine im kommenden Jahr. Weder der neue Scheckkarten-Führerschein noch der alte rosa Papier-Schein müssen umgetauscht werden", weiß ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka. Auch die angekündigte Nachschulung in Fahrschulen ist völlig aus der Luft gegriffen. Die alten Führerscheine behalten mindestens bis ins Jahr 2032 ihre Gültigkeit.

Sogenannte Hoax- oder Kettenmails berufen sich immer wieder auf seriöse Quellen, in diesem Fall auf Auskünfte vom Verkehrsamt. "Das ist absoluter Blödsinn. Das Verkehrsamt hat auf ÖAMTC-Anfrage bestätigt, dass die ganze Geschichte frei erfunden ist", betont Zelenka.

Die Verfasser derartiger Kettenmails schaden vor allem jenen Personen, die ihren Führerschein aus anderen Gründen wirklich umtauschen müssen, zum Beispiel wegen eines alten Fotos. Ihre Wartezeiten verlängern sich jetzt unnötig, weil die Schlangen vor dem Verkehrsamt immer länger werden.

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