Do, 19. Juli 2018

Leichtathletik

27.02.2018 11:10

Hürden-Ass Steffi Bendrat träumt vom WM-Finale!

"Wenn ich nicht das WM-Semifinale erreiche, bin ich schon enttäuscht", sagt die Salzburgerin Steffi Bendrat, die heuer ihre persönliche Bestzeit über 60 m Hürden auf großartige 8,02 gesteigert hatte und am Mittwoch über München als Zehntbeste aller Teilnehmerinnen zur Hallen-WM (1. bis 4. März) nach Birmingham fliegt. Sie bekennt, dass sie auch davon träumt, "das Finale zu erreichen". Im Übrigen ändert sich ihr sportliches Leben nach der WM: Die 26-Jährige übersiedelt zum Training nach Deutschland – zum Vorzeigeverein TV Wattenscheid, für den auch die WM-Dritte Pamela Dutkiewicz startet.

Mitte Dezember hatte sich Bendrat von Trainer Philipp Unfried getrennt. "Danach hatte ich mich nach einem neuen Trainingsumfeld umgeschaut, es war nicht so leicht", gesteht Steffi Bendrat, die vor zwei Jahren einzige österreichische Teilnehmerin bei der Hallen-WM in Portland gewesen war (13. über 60 m Hürden in 8,25) war. Bei ihrer Suche wurde die gebürtige Deutsche, die im Juli 2015 in Österreich eingebürgert worden war, fündig – und zwar in Deutschland.

Dort ist der TV Wattenscheid eine erstklassige Adresse! Trainer in diesem Olympia-Stützpunkt ist Slawomir Filipowski, der Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz im Vorjahr jeweils zu einer Bronze-Medaille bei der Hallen-EM in Belgrad und dann sensationell bei der WM in London geführt hatte. Auch wenn Steffi nach der WM ihre Zelte in Wattenscheid aufschlägt, bleibt sie ihrem Verein, der Union Salzburg, treu.

Schon nahe am Rekord von Beate Schrott
Aber jetzt erst einmal die WM! Die sympathische Jus-Studentin, die heuer bereits eine Woche in Wattenscheid trainiert hatte, brennt auf ihren Einsatz in Birmingham. Am vergangenen Wochenende hatte sie sich zurückgezogen, das Handy ausgestellt, mentale Vorbereitung. Wohl auch, um ihre sensationelle Bestzeit von 8,02, mit der sie dem österreichischen Rekord von Beate Schrott (7,96) schon nahe  gekommen war, weiter zu verarbeiten.

Bei den Meisterschaften in Linz hatte sie ihre bisherige Bestzeit (8,13) im Vorlauf schon auf 8,08 und dann im Finale auf jene großartigen 8,02 gesteigert – und damit das WM-Limit von 8,14 am Ende klar unterboten. Acht Läuferinnen, die in Birmingham am Start sind, haben heuer die 8,00-Grenze unterboten. Sollte Bendrat wirklich diese Barriere knacken, dürfte sogar ihr Final-Traum wahr werden. Aber auch eine Platzierung unter den Top 12 wäre auch schon ein Riesenerfolg!

Zimmer im deutschen Olympia-Stützpunkt
Bendrat erzählt, dass sie sich nach der WM ein paar Tage in Salzburg ausruht und dann am folgenden Sonntag mit ihrem (voll bepackten) Auto nach Wattenscheid aufmacht. "Ich habe schon ein möbliertes Zimmer im Olympia-Stützpunkt, da ist alles perfekt organisiert!" Wenn sie sich erst einmal beim TV Wattenscheid, einem wahrhaft legendären deutschen Leichtathletik-Verein, ein wenig eingelebt hat, wird sie sich eine kleine Wohnung suchen und neben der Leichtathletik auch ihr Jus-Studium abschließen (eventuell per Fernstudium).

Der Trainingsplan Richtung Sommer steht zumindest. Zunächst gibt es einen Trainingsaufenthalt in Südafrika, dann ein Camp auf Teneriffa. Bendrat: "Und dann beginnt auch schon bald die Freiluftsaison!" Mit dem Höhepunkt der Europameisterschaften im August in Berlin.

Wie schon mehrmals berichtet, hat sich auch Österreichs Olympia-Siebente Beate Schrott für die Hallen-WM in Birmingham im Hürdensprint qualifiziert. Sie hatte das Limit mit 8,13 unterboten und feiert nach vier Jahren ein Comeback bei einer Hallen-WM. War sie 2014 in Sopot im Vorlauf gescheitert, hat sie trotzdem diese (immer spektakulären) Wettkämpfe in bester Erinnerung.

Olaf Brockmann

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