Aufschrei in Melbourne

Rechtsextrem? Wirbel um Thiem-Bezwinger Sandgren

Sport
24.01.2018 14:11

Tennys Sandgren geriet nach seinem Aus bei den Australian Open in die Negativ-Schlagzeilen. Dem Bezwinger von Dominic Thiem (siehe Video oben) wird die Nähe zur ultrarechten amerikanischen Bewegung "Alt Right Movement" vorgeworfen. Er bestreitet jegliche Verbindung mit den Rechtsextremen.

Tennys Sandgrens Name ist für Wortspiele in der Tennis-Welt ideal geeignet. Er stammt von seinem Großvater, der in Tennessee aufgewachsen ist. Doch nachdem sein Name für Heiterkeit gesorgt hatte, folgen nun negative Schlagzeilen. 

Nach dem Sieg gegen Dominic Thiem wurden seitens amerikanischer Medien Vorwürfe gegenüber dem US-Amerikaner laut, dass "er Unterstützer der ultrarechten Alt-Right-Bewegung sei und rechte Politiker auf Twitter liken würde." Zudem "sei er rassistisch und homophob." Sandgren selbst streitet die Anschuldigungen ab. Nach dem Spiel gegen Thiem soll er sämtliche von seinen insgesamt 5.000 Tweets gelöscht haben. Im Netz tauchten trotzdem einige Screenshots auf: 

(Bild: twitter.com)

Im Tweet oben behauptet er, dass die Ideologie von Marx schlimmer sei, als die von Hitler. In einem anderen Posting steht: "Ich habe ein Schwulenbar betreten, meine Augen bluten immer noch." Doch Sandgren will nicht in die rechtsextreme Ecke gedrängt werden. "Welche Informationen man aufnimmt, sagt nicht aus, was man denkt", so Sandgren. Er finde manche Inhalte interessant, unterstütze die Alt-Right-Bewegung aber keinesfalls. Er höre  sich gerne alle Seiten an  und wolle dazulernen.

(Bild: twitter.com)

Ob der Medienwirbel Tennys Sandgren vor dem Match gegen Chung zu viel war, bleibt dahingestellt. Im Viertelfinale war er gegen den Shoooting-Star chancenlos. Nach dem Spiel las er dann bei der Pressenkonferenz eine Stellungnahme vor (siehe unten). "Ihr versucht Menschen in kleine Fächer zu ordnen, damit sie ihn euer vorkonzipiertes Weltbild reinpassen. Mit einer Handvoll Follower und einigen Likes auf Twitter ist in euren Köpfen mein Schicksal besiegelt", so der US-Amerikaner.

"Ihr wollt lieber Propaganda-Maschinen, anstatt Informationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Perspektiven zu erforschen. Ihr entmenschlicht mit Stift und Papier und hetzt Nachbar gegen Nachbar auf. Wenn ihr das macht, merkt ihr bald, wie ihr die Hölle beschleunigt, die ihr nicht wollt und die wir alle vermeiden wollen. Ich will der Beste werden, der ich sein kann und die Liebe verkörpern, die Christus für mich hat. Ihm werde ich antworten, nur ihm.“

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(Bild: KMM)



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