Sa, 21. Juli 2018

Nicht nominiert

15.01.2018 16:18

Olympia-Aus für Biathlon-„König“ Björndalen

Die einmalige Karriere von Weltklasse-Biathlet Ole Einar Björndalen neigt sich nach dem Olympia-Aus dem Ende zu. Der 43-jährige Norweger wurde nicht für die Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang (9. bis 25. Februar) nominiert und wird auch beim Weltcup in Antholz in dieser Woche nicht mehr starten. "Ich glaube, ich hätte in Form kommen können bis Olympia", sagte er dem Fernsehsender TV2. "Es ist blöd, dass ich nicht dabei sein kann." Zugleich räumte Björndalen ein: "Der Tag musste kommen, und jetzt ist er hier."

"Er hat die Bedingungen leider nicht erfüllt, und es gibt andere Läufer in der Mannschaft, die sich besser präsentiert haben", erklärte Norwegens Sportchef im Nationalen Olympischen Komitee (NOK), Tore Övrebö, am Montag in einer Mitteilung. Rekord-Weltmeister Björndalen, der am 27. Jänner 44 Jahre alte wird, hatte die interne Olympia-Qualifikationsnorm verpasst.

Damit finden erstmals seit 1992 Winterspiele ohne "König Ole" statt. Südkorea wären seine siebenten Spiele in Serie gewesen. "Das trifft alle, die sich für Wintersport interessieren", betonte Övrebö. Es sei eine schwere Entscheidung gewesen. Das NOK habe den Entschluss des Biathlon-Verbands lange diskutiert, am Ende aber zugestimmt.

Er persönlich bedauere, dass Björndalen sich nicht qualifiziert habe, sagte der Sportchef. Er werde für immer einen großen Platz in der norwegischen Sportgeschichte einnehmen. Björndalen gewann in seiner einmaligen Karriere achtmal olympisches Gold, dazu 94 Weltcuprennen, 20 WM-Titel und insgesamt 45 WM- und 13 Olympia-Medaillen. Vor vier Jahren feierte er in Sotschi als 40-Jähriger neben Sprint-Gold auch mit der Mixed-Staffel den Olympiasieg.

18. Platz als Highlight
Diesen Winter war Björndalen im norwegischen Team aber nur noch hintergelaufen und hatte als bestes Resultat lediglich einen 18. Platz erreicht. Beim Weltcup in Ruhpolding verpasste er vergangene Woche seine letzte Chance, sich sportlich zu qualifizieren. Er wurde am Mittwoch in seinem 575. Weltcup-Rennen im Einzel nur 42., hätte jedoch in die Top Sechs kommen müssen. Beim Staffelsieg der Norweger am Samstag war er nicht mehr dabei.

Andere norwegische Läufer, die die Qualifikationsnorm erfüllten, verdienten ihren Platz im Team, betonte Övrebö. Johannes Thingnes Bö, Tarjei Bö, Emil Hegle Svendsen, Lars Helge Birkeland, Erlend Bjöntegaard und Henrik L'Abbe Lund bilden nun Norwegens Biathlon-Team in Südkorea.

Folgt nun Karriereende?
Kommentatoren im norwegischen Fernsehen spekulierten, das Olympia-Aus könne für Björndalen auch das Karriereende bedeuten. Er sei motiviert und habe gerade erst neues Material getestet, sagte dagegen sein ehemaliger Trainer Ola Lunde dem Sender NRK. "Aber er muss gründlich nachdenken, bevor er eine neue Saison beginnt."

krone Sport
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