Mo, 24. September 2018

Ursachenforschung

02.01.2018 09:27

Beim ÖSV läuten nach Debakel die Alarmglocken

Die schwere Niederlage der österreichischen Adler in Garmisch lässt bei Bossen die Alarmglocken läuten! Nordischer Direktor Ernst Vettori will zur Halbzeit der Vierschanzentournee nichts mehr ausschließen.

Schlimmer hätte das neue Jahr für Österreichs Adler nicht beginnen können! Stefan Kraft und Co. schlitterten beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen in ein Debakel. „Das ist die schwierigste Phase, seit ich Nordischer Direktor bin“, gestand Ernst Vettori. Auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel ist alarmiert.„Ja, das war für uns ein historisches Debakel. Daran gibt es überhaupt nichts schönzureden!“ Klare Worte aus dem Munde von Ernst Vettori, der ansonsten immer das Positive sucht.

Das Problem: Dem Wettkampf in Garmisch-Partenkirchen war nichts Positives abzugewinnen. „Diese Dinge dürfen nicht passieren, wir können es uns aber nicht erklären“, spricht der Nordische Direktor des österreichischen Teams über das große Rätselraten.

Nur zwei Österreicher im zweiten Durchgang eines Tournee-Springens – ein derart schwaches Abschneiden ist 39 (!) Jahre her. Erstmals seit 20 Jahren blieben die ÖSV-Adler auf der Olympiaschanze ohne Top-10-Resultat. „Die Dinge sind hier richtig danebengegangen“, urteilt Vettori.

"Das war eine Watschn, dass wir nur so schauen"
Der Olympiasieger von Albertville 1992 ist mit dem Trainerteam rund um Chef Heinz Kuttin längst auf Ursachenforschung. „Wir müssen das analysieren, alles hinterfragen, überall nachjustieren“, gibt der 53-Jährige die Richtung vor. Davon, Verletzungen oder den Wind als Begründung für die miserablen Leistungen heranzuziehen, hält er gar nichts. „Das darf auch keine Ausrede sein. Das war eine Watschn, dass wir nur so schauen.“

„Werden lange Nächte“
Vettori nimmt kein Blatt vor den Mund, stellt klar: „Wir waren einfach schlecht. Das werden jetzt lange Nächte, aber das ist unser Job.“ Der Druck auf die Entscheidungsträger nimmt zu, Vettori spricht von der „schwierigsten Phase“ seiner Amtszeit. Ausschließen will er aber nichts mehr. Heinz Kuttin sei ein „guter Trainer. Nur wenn’s nicht klappt aber dann bin ich ja zuerst“, fügt er an und übernimmt die Verantwortung für das miese Abschneiden.

Das auch ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel naturgemäß nicht schmeckt. „Er will uns helfen. Wir haben telefoniert“, verrät Vettori, „aber am Telefon bringt das nichts.“ Beim dritten Springen in Innsbruck wird der Präsident vor Ort sein

Christoph Nister vom Neujahrsspringen, Kronen Zeitung

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