Mo, 25. Juni 2018

Aus für "Styriagra"

12.05.2009 14:12

Kürbiskern-Produzent als "Viagra-Ausbeuter"

Es war von Anfang an ein Kampf von David gegen Goliath - der kleine Kürbiskern-Produzent Richard Mandl gegen den amerikanischen Pharmariesen Pfizer. Dieser hatte den Weststeirer geklagt, weil er "Styriagra-Dragees" herstellte. Jetzt hat die zweite Instanz, das Oberlandesgericht Wien, dem Pharmakonzern recht gegeben. Somit muss "Styriagra" vom Markt genommen werden.

"Es ist vorbei, ich gebe auf", streckt Richard Mandl am Dienstag die Waffen. "Ich bemühe mich nur mehr um Schadensbegrenzung". Im Beschluss des Oberlandesgerichts Wien heißt es: Dem Rekurs von Pfizer werde Folge geleistet. Der Beklagte habe es ab sofort zu unterlassen, seine "Styriagra-Dragees" zu verkaufen.

Ähnliches Konzept
Pfizer hatte den Weststeirer geklagt, weil seine mit blauem Zuckerguss überzogenen Kürbiskerne mit Namen "Styriagra" dem Medikamet "Viagra" zu sehr ähneln würden und Mandl die Berühmtheit der Marke ausbeute. In erster Instanz wurde der Antrag auf "Einstweilige Verfügung" abgewiesen. Man begründete das im Jänner damit, dass aufgrund der unterschiedlichen Abnehmerkreise eine Verwechslungsgefahr auszuschließen sei.

"Es ist vorbei..."
Jetzt gab das Oberlandesgericht Pfizer recht. "Eigentlich wollte ich weiterkämpfen und in die Hauptverhandlung gehen", war sich der Weststeirer Anfangs noch sicher. Doch nach einigen Überlegungen und Gesprächen - seine Anwältin hat ihr Mandat niedergelegt - kam die traurige Erkenntnis, dass der Kampf leider verloren ist.

von Eva Molitschnig, "Steirerkrone" und steirerkrone.at

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