Sa, 25. November 2017

Neymar-Causa

04.08.2017 10:27

Was ist Financial Fairplay eigentlich?

Financial Fairplay hier, Financial Fairplay dort - im Zuge des Rekordtransfers von Superstar Neymar erfuhr das 2011 aus der Taufe gehobene Schlagwort unerwartete Popularität. Doch was ist gemeint, wenn von Financial Fairplay die Rede ist? Eine Erklärung.

Das Financial Fairplay soll laut UEFA "die finanzielle Gesundheit des europäischen Klubfußballs verbessern". Es startete 2011 und ist ein Maßnahmenkatalog für Vereine, die an den internationalen Wettbewerben der Europäischen Fußball-Union teilnehmen. Werden die Bedingungen nicht eingehalten, drohen Strafen bis hin zum Ausschluss.

Geregelt wird mit dem Financial Fairplay, kurz FFP, praktisch das Verhältnis zwischen Ausgaben und Einnahmen. Bis zu fünf Millionen Euro pro Saison darf ein Klub mehr ausgeben, als er in dem zugrundeliegenden Zyklus der Spielzeiten 2015/16, 2016/17 und 2017/18 einnimmt. Dieses Defizit kann in einem bestimmten Rahmen überschritten werden, falls es vollständig gedeckt wird durch die direkte Bezahlung des/der Eigentümer oder einer in Verbindung stehenden Partei.

Obergrenze 30 Millionen
Die Obergrenze für die drei Spielzeiten zusammen beträgt 30 Millionen Euro. Kosten für Investitionen in Stadien, Trainingseinrichtungen, Juniorenförderung und Frauenfußball (ab 2015) seien von der Berechnung ausgenommen. Investoren dürfen Verluste der Klubs dabei nicht nach Belieben zum Beispiel mit Fantasiepreisen für die Vermarktung von Stadionnamen ausgleichen.

UEFA will Neymar-Transfer prüfen
Im Falle von Neymar hat die UEFA angekündigt, den Transfer genauestens prüfen zu wollen. Schon am Montag hatte Andrea Traverso, bei der UEFA Projektleiter für Financial Fairplay, betont, dass sich PSG an die finanziellen Spielregeln halten müsse. "Sie müssen beweisen, dass sie innerhalb von drei Jahren keinen größeren Verlust als 30 Millionen gemacht haben", präzisierte der Finanzdirektor der UEFA. Gleichzeitig prophezeite Traverso: "Ein Transfer von Neymar würde die Klub-Finanzen wohl über Jahre hinweg beeinflussen."

Neymar kostet 800 Euro
Und zwar auch deswegen, weil Neymar PSG insgesamt 800 Millionen Euro kosten dürfte. Zu den 222 Millionen Euro an Ablösesumme kommen 100 Millionen, die Neymar für seine Unterschrift erhält, und 30 Millionen Jahresgehalt - netto. Sein Vater erhält als Berater 40 Millionen. So könnte Neymar, der bis 2022 unterschreiben wird, Paris in Summe inklusive Steuern 800 Millionen Euro kosten.

Will PSG UEFA austricksen?
Um das alles zu stemmen, heißt es, PSG versuche, die Financial-Fairplay-Regelungen zu umgehen. Neymar soll seine Ablöse selbst bezahlen. Daher erhielt er bei seinem Besuch in Doha am Montag 300 Millionen Euro vom PSG-Besitzer, dem Fonds Qatar Sports Investments ...

krone Sport
Redaktion
krone Sport
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden