Mi, 18. Oktober 2017

Fall Bad Reichenhall

04.08.2014 17:25

Polizei fahndet nach neuem Verdächtigen

Im Mordfall Bad Reichenhall hat die Polizei nun einen neuen Verdächtigen im Visier. Der Tatverdacht gegen einen 21-Jährigen, der seit 24. Juli in U-Haft saß, habe mittlerweile komplett entkräftet werden können, berichtete Polizeisprecher Franz Sommerauer am Montag. Über das Wochenende hätten sich neue Erkenntnisse der vergangenen Tage verdichtet, die auf einen anderen Täter hindeuten würden. Nach diesem jungen Mann wird derzeit gefahndet.

Der 21-Jährige ist bereits der zweite Verdächtige, der in dem Mordfall in Untersuchungshaft genommen und dann wieder enthaftet wurde. Gegen ihn hatten sich laut Polizei mehrere Verdachtsmomente ergeben, die am 24. Juli zur Festnahme und dann zur Untersuchungshaft führten. Dass der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt wird, habe auch mit kriminaltechnischen Untersuchungsergebnissen zu tun, sagte Sommerauer.

Keine näheren Angaben zu neuem Tatverdächtigen
Unabhängig von der U-Haft des 21-Jährigen "wurden und werden die Ermittlungen in alle Richtungen offen gehalten und weitergeführt", informierte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. "Dabei ergaben sich nun neue Erkenntnisse, die sehr belastbar auf einen anderen Mann als mutmaßlichen Täter hindeuten und in keinem Zusammenhang mit dem Festgenommenen stehen." Kriminaltechnische Untersuchungen stehen noch an.

Zur Person des neuen Tatverdächtigen machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine näheren Angaben. Die Ermittler setzen wieder auf die Mithilfe der Bevölkerung. Eine entsprechende Öffentlichkeitsfahndung werde derzeit vorbereitet, hieß es. "Um einen Erfolg nicht zu gefährden, sind zuvor jedoch noch Ermittlungen abzuarbeiten, die für die Soko derzeit oberste Priorität haben."

Ermittler: "Wir hoffen weiter auf Bilder"
Einen unmittelbaren Einfluss auf die aktuellen Entwicklungen hätte die neue Ermittlungsmethode, wonach Bürger auf ein Internet-Portal der Exekutive private Foto- und Videodateien stellen können, die sie in der Tatnacht zum 14. Juli gemacht haben, nicht genommen, erklärte Sommerauer. "Wir hoffen weiter auf Bilder." Die Aufnahmen könnten bei der Identifizierung eines Verdächtigen helfen oder dessen Weg vor oder nach den beiden Verbrechen nachvollziehbar machen.

Seit drei Wochen ermitteln die Beamten der Soko "14. Juli" mit Hochdruck, um den Täter des Gewaltverbrechens von Bad Reichenhall zu finden. Weit über 500 Hinweise gingen aus der Bevölkerung ein. Bei der Bluttat in der Nacht auf den 14. Juli wurden ein 72-jähriger Mann getötet und ein 17-jähriges Mädchen schwer verletzt. Sie musste auf die Intensivstation des Landeskrankenhauses Salzburg gebracht werden. Ein erster Tatverdächtiger war am 22. Juli aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

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