Do, 23. November 2017

Große Chance

25.07.2014 12:52

Bewährungsprobe für Chukwuma an Schwaigers Seite

Bislang war Lisa Chukwuma im Beachvolleyball noch ein gänzlich unbeschriebenes Blatt. Jetzt spielt die 22-jährige Vorarlbergerin aber an der Seite von Stefanie Schwaiger und nun steht mit dem Turnier in Klagenfurt die erste große Bewährungsprobe für das neu formierte Duo auf dem Programm. Langfristig ist Olympia 2016 in Rio de Janeiro das Ziel.

Nach der erst Mitte Juli getroffenen Partnerwahl wurde Chukwuma beim Grand Slam in Den Haag sozusagen gleich ins kalte Wasser geworfen. Drei Niederlagen ohne Satzgewinn überraschten nicht wirklich. "Das war ein direkter Einstieg, für mich hat sich natürlich einiges geändert", meinte Chukwuma.

Die Gaißauerin studierte in Wien Jus und spielte in der Halle für SVS Post und das Nationalteam. Für die sich bietende "große Chance" habe sie die Hallenlaufbahn aber ohne Zögern beendet und ihr Studium im achten Semester auf Eis gelegt. "Als mich Steffi gefragt hat, war mir schnell klar, dass ich sofort dabei bin", betonte Chukwuma. Dabei hat sie auch die Unterstützung ihrer Eltern. Ihr aus Nigeria stammender Vater lebt seit 30 Jahren in Österreich, ihre Mutter kommt aus Vorarlberg.

Auf Sand hatte sie erst ein wenig nationale Erfahrung gesammelt. Der Neuling auf der World Tour ist 1,81 Meter groß und damit wie die einen Zentimeter größere Schwaiger eigentlich eine prädestinierte Blockspielerin. Die kurze Trainingserfahrung mit der Europameisterin von 2013 hat aber gezeigt, dass sie die Verteidigerposition einnehmen wird und Schwaiger wie gewohnt am Block bleibt.

Steffi Schwaiger von Lisa Chukwuma überzeugt
Schwaiger ist überzeugt, dass ihre neue Partnerin in die Fußstapfen ihrer Ende Mai völlig überraschend zurückgetretenen Schwester Doris treten kann. "Ich wollte eine langfristige Lösung haben, der Fokus liegt auf Rio 2016", begründete die 27-jährige Schwaiger ihre Partnerwahl. Die erfahrene Waldviertlerin glaubt, dass sie mit der unbekümmerten Chukwuma die richtige Wahl getroffen hat. Vier andere Kandidatinnen waren nach gemeinsamen Trainings nicht zum Zug gekommen. Auch Trainer Martin Laciga ist vom Gelingen des Projektes überzeugt. Chukwuma habe gute Anlagen, sei wendig und lerne sehr schnell, bekräftigte der Schweizer.

Der Rest der Saison sei wohl nur noch ein Herantasten an das Weltklasseniveau und ein gegenseitiges Kennenlernen. Im Winter wolle man dann aber im Hinblick auf die nächste Saison das volle Potenzial herauskitzeln, so Schwaiger.

Auch für sie bedeutet die neue Konstellation eine große Umstellung, bekannte die zweimalige Olympia-Fünfte. Zuvor hatte sie 14 Jahre mit ihrer Schwester zusammengespielt, die auch als Teamleaderin galt. "Es war am Anfang schon sehr ungewohnt, ich bin jetzt in einer anderen Rolle", erläuterte die Niederösterreicherin. Jetzt sei sie eben diejenige, die den Ton angibt. Aber sie selbst und auch Chukwuma müssen erst in ihre neuen Rollen hineinwachsen, gab Schwaiger zu. Beim Turnier in Klagenfurt stehen sie erstmals seit Jahren nicht unter Druck. Man könne diesmal locker drauflosspielen. Für Chukwuma heißt es in Klagenfurt und bei den folgenden Turnier vor allem Spielpraxis sammeln.

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