Mo, 26. Februar 2018

Born in Honolulu

27.04.2011 15:49

Obama zeigt den "Birthern" seine Geburtsurkunde

Schon vor seiner Wahl zum Präsidenten haben sich in rechtskonservativen Kreisen der USA die sogenannten "Birthers" formiert. Ihre Credo: Barack Hussein Obama - im O-Ton meist mit Betonung auf "H-u-s-s-e-i-n" - sei kein rechtmäßiger Präsident, weil er nicht in den USA, sondern in Kenia geboren sei. Nachdem jüngst der Milliardär Donald Trump die Debatte erneut angeheizt hatte, dürfte Obama jetzt der Kragen geplatzt sein. Auf der Website des Weißen Hauses kann jetzt sein "Birth Certificate" abgerufen werden.

Das Weiße Haus machte am Mittwoch eine Kopie der vollständigen Urkunde samt dazugehöriger Behördenkorrespondenz öffentlich, aus der hervorgeht, dass Obama am 4. August 1961 um 19.24 Uhr in Honolulu im US-Staat Hawaii das Licht der Welt erblickte.

Obama trat sogar persönlich vor die Kameras, um eine Erklärung zu der immer wieder hochkochenden Kontroverse über seinen Geburtsort abzugeben. "Wir haben keine Zeit für solche Dummheiten", lautete der Kommentar des Präsidenten. Mit der Debatte werde von den wahren Problemen abgelenkt, meinte Obama und sprach dabei besonders einen "Marktschreier" an, also Donald Trump. Es habe in den vergangenen Wochen intensive Diskussionen über die budgetpolitischen Herausforderungen gegeben, einige historische Veränderungen seien vorgeschlagen worden. Doch in den Nachrichten habe das Thema seines Geburtsortes dominiert. "Ich muss hier jetzt einmal einen Schlussstrich setzen", sagte Obama den versammelten "White House"-Reportern.

Hartnäckiges Gerücht
Laut Verfassung müssen Präsident und Vizepräsident der USA in dem Land geboren sein. Eine Kurzversion seiner Geburtsurkunde hatte Obama bereits während des Präsidentschaftswahlkampfs 2008 im Internet veröffentlicht. Doch in konservativen Kreisen hielt sich das Gerücht, er sei gar kein gebürtiger US-Bürger.

Vor allem Immobilienmagnat Trump, der mit dem Gedanken einer Bewerbung um die republikanische Präsidentschaftskandidatur spielt, schürte immer wieder Zweifel an Obamas Geburtsort. Vergangene Woche hatte eine republikanische Politikerin aus Kalifornien ein E-Mail verbreitet, in dem sie Obamas Geburtsort infrage stellte. Illustriert wurde das Schreiben mit einer Fotomontage, auf der Obama als Baby-Schimpanse dargestellt wird.

"Birther"-Diskussion eine "Ablenkung"
Das Weiße Haus erklärte am Mittwoch, dass die Frage des Geburtsortes zu einer "Ablenkung" geworden sei. Mit der Veröffentlichung solle die Kontroverse nun beendet werden, sagte Kommunikationsdirektor Dan Pfeiffer. Obamas Sprecher Jay Carney fügte hinzu: "Der Präsident fühlt, dass dies schlecht für das Land und ungesund für die politische Debatte ist."

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