Sa, 21. April 2018

Kurioses Hinweisschild

02.02.2018 12:18

Sachen gibt's: Kunden werden zu Tode gegendert

"Kundinnencenter" schreibt der Verkehrsverbund Tirol auf sein Hinweisschild am Innsbrucker Hauptbahnhof – und erntet damit jede Menge Spott und Kritik!

Krone-Kolumnist Tassilo Wallentin veröffentlichte das Bild in den Sozialen Medien – und seitdem geht’s rund: „Beim Verkehrsbund Tirol sind Männer unerwünscht! Es lebe die Verblödung. #Binnen-I“, kommentierte er nebenstehendes Bild, entstanden am Innsbrucker Hauptbahnhof.

Dort weist der Weg zu einem Kundinnencenter. Das Kundencenter, eigentlich eine geschlechtsneutrale Bezeichnung, wurde zu Tode „gegendert“ (sprich: „getschändert“) durch Binnen-I, Verkehrsverbund Tirol und den politisch dafür zuständigen Grünen.

"Politik nicht zuständig"
Eine Anfrage der „Krone“ bei diesen brachte folgendes Ergebnis: „Für die konkreten Werbekampagnen und sonstigen Geschichten ist der VVT zuständig. Das ist das operative Geschäft, das wirklich nicht in die politische Zuständigkeit fällt“, hieß es am Donnerstag aus dem Büro von LHStv. Ingrid Felipe. Gut, man wird dort derzeit vielleicht andere Sorgen haben.

Michael Gruber, Leiter des VVT-Kundencenters vulgo Kundinnencenters verteidigt das Vorgehen. Im Zuge der Tarifreform im öffentlichen Nahverkehr im Juni sei generell auf die Gender-Schreibweise umgestellt worden, auch auf Foldern und Schildern. Die Großschreibung auf dem Wegweiser sei „wegen der besseren Lesbarkeit am weitläufigen Bahnhofsgelände bewusst so gewählt worden“. Im übrigen haben auch die Innsbrucker Verkehrsbetriebe auf die „neutrale“ Schreibweise umgestellt.

Die Meinung der Leser auf Wallentins Internet-Präsenz dazu fiel eindeutig aus!

Philipp Neuner
Philipp Neuner

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