So, 22. April 2018

Bad Kleinkirchheim

15.01.2018 10:07

Anna Veith: „Ein kleiner Sieg über mich selbst“

Auf der Rumpel-Piste in Bad Kleinkirchheim musste sich Anna Veith sehr überwinden. Aber sie bezwang den inneren Schweinehund und schaffte das beste Abfahrts-Ergebnis seit dem Finale 2015 in Méribel!

Olympia rückt näher und näher. Am Montag sind’s noch 25 Tage bis zur Eröffnung der Spiele von Pyeongchang. Und als könnte sie das Feuer von Korea schon riechen, kommt Österreichs Olympiasiegerin immer besser in Form.

Denn bei der Abfahrt von Bad Kleinkirchheim schaffte Anna Veith (28) das bisher beste Downhill-Resultat seit ihrem Comeback, kam erstmals seit dem Weltcup-Finale von Méribel 2015 (vor dem fatalen Sturz in Sölden) in der schnellsten Disziplin wieder in die Top 10 (auch damals Achte)!

Dabei hatte ihr die bockige Franz-Klammer-Piste beim Super-G-Rodeo am Samstag fast die Schneid abgekauft, ein Loch bei einem Tor jagte ihr da einen ordentlichen Schrecken ein.

Aber am Sonntag stürzte sich die 28-Jährige zweimal unerschrocken auf die inzwischen harte Strecke. Beim Training in der Früh war sie sogar Dritte geworden und steckte selbst eine vereiste Skibrille (fast) gelassen weg.

"Es war kein Honiglecken"
Ruppig, eisig, finster, technisch anspruchsvoll – ein Honiglecken war dann auch das Rennen nicht. "Extremer geht’s kaum. Es war selten so zach", keuchte Anna im Ziel. Doch der Stolz schwang bei jedem Wort mit. Sie hat das ungute Gefühl im Bauch besiegt, dem inneren Schweinehund keine Chance gelassen.

"So viele Abfahrts-Kilometer habe ich ja noch nicht, dass ich mich locker darauf einlassen kann. Das Wichtigste ist, dass ich gesund im Ziel bin. Aber ein kleiner Sieg über mich selbst war’s schon."

Galt auch für Vize-Weltmeisterin Stephanie Venier. Geschwächt von einem bakteriellen Infekt ("Ich spür das Antibiotikum immer noch"), sprang die Tirolerin über ihren eigenen Schatten und fuhr erstmals in dieser Saison in die Top 10. "Ich habe in der Früh im Bode-Miller-Style schnell besichtigt, um Kräfte zu sparen. Und dann den Kopf ausgeschaltet", freute sich "Tante Gucci", dass sie rechtzeitig vor Olympia wieder in Mode gekommen ist.

Georg Fraisl, Kronen Zeitung

 

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