Mi, 19. Dezember 2018

Hart im Nehmen

08.04.2008 17:11

Kate Allen nach 60-km/h-Sturz wieder daheim

Das Gesicht zerschunden, den rechten Arm mit Daumen in Gips, Schmerzen im Brustbereich - so ist die Triathletin Kate Allen am Dienstagvormittag nach ihrem fürchterlichen Sturz in Neuseeland am Innsbrucker Flughafen gelandet und gab bereitwillig sofort Interviews. Den Traum, ihren Olympiasieg von Athen in Peking zu verteidigen, hat die Tirolerin aber trotz der schweren Verletzungen noch nicht begraben. Die Befürchtung, dass der Daumen gebrochen sein könnte, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt.

"Mir geht es relativ gut, ich habe für die Flüge von Neuseeland über Bangkok und Frankfurt aber auch Schmerzmittel genommen", meinte Allen, die in knapp zweieinhalb Wochen 38 Jahre alt wird. Wobei das Wort "relativ" wichtig ist: Immerhin stürzte die Olympiasiegerin beim Weltcup in New Plymouth in Neuseeland mit dem Rad bei 60 km/h. Sie schlug sich drei Zähne aus, verletzte sich am Daumen und ihre Gesichtsverletzungen mussten mit 20 Stichen genäht werden.

Fotos der schwer gezeichneten Kate Allen gibt's in der Infobox!

"Die Rippen sind nicht gebrochen, auch nicht geprellt. Ich habe nur ein schmerzhaftes Hämatom in der Brust", schilderte Allen. Auch im Knie habe sie Schmerzen, das gehe aber, sei kein Problem. Die Gesichtsverletzungen setzen ihr aber zu. "Ich muss schauen, dass ich so schnell wie möglich wieder ins Wasser kann", sagte sie, allerdings will sie freilich nicht, dass extreme Narben zurückbleiben. "Das ist nicht so schön", schilderte die zierliche Triathletin.

Daumen nicht gebrochen, keine OP nötig
Die Befürchtung von Kate Allen, dass ihr Daumen gebrochen sein könnte und eine Operation notwendig sei, hat sich nach einer Untersuchung am Dienstagnachmittag durch den Unfallchirurg und Sporttraumatologen Christian Fink in Hochrum nicht bestätigt. "Der Daumen ist nicht gebrochen und muss auch nicht operiert werden. Das Seitenband im Daumen ist gerissen, sie bekommt eine Schiene", sagte der Mediziner.

Mit der Schiene, die den Gips ersetzt, ist für die Triathletin damit in Bälde auch wieder Rad- und Schwimmtraining möglich. Die großflächigen Abschürfungen im Gesicht seien "am schlimmsten, das muss man abheilen lassen", betonte Fink. Erst wenn die Wunden grob verheilt sind, könne Allen das Training in ihrer schwächsten Disziplin, dem Schwimmen, wieder aufnehmen. Das sollte in zehn Tagen möglich sein, meinte der Arzt, der dem Plan der Olympiasiegerin, das Schwimmen von Pools mit Chlorwasser in Salzwasserschwimmbecken zu verlegen, viel Positives abgewinnen konnte.

Ob ein Start bei der EM in Lissabon am 10. Mai möglich ist, könne noch nicht beurteilt werden und hänge vom Heilungsverlauf ab. "Das muss man sich von Tag zu Tag anschauen. Es ist aber sicher nicht ausgeschlossen." Vom Chirurgen ging es für Allen gleich weiter zum nächsten Arzttermin. Die 37-Jährige musste zum Zahnarzt, da sie sich bei dem Sturz Teile von drei Zähnen ausgeschlagen hatte.

Olympia-Traum noch nicht vorbei
Ihren Traum von einem Start in Peking und der Verteidigung ihrer Goldmedaille hat Allen aber trotz der Verletzungen noch nicht aufgegeben. Bei der EM möchte sie wieder an den Start gehen. "Sollte dies nicht klappen, müsste sie bei der WM in Vancouver am 8. Juni einen Top-5-Platz erreichen, um die Olympiaqualifikation zu schaffen."

Schuld an ihrem Sturz in Neuseeland will sie aber niemandem geben. "Es kann in jedem Rennen etwas passieren", sagte Allen. "Es bringt nichts, böse zu sein auf jemanden. Ich will nur nach vorne schauen." Tirols Triathlonpräsident Julius Skamen will die genauen Umstände ihres Sturzes aber doch untersuchen. Er hat ein Video des Schweizer Verbandes schon gesehen, sagte aber: "Genau kann man es auch nicht erkennen. Noch dazu verzerrt das Zoom den ganzen Unfallhergang."

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