So, 19. August 2018

Tennis-Wettskandal?

04.08.2007 22:28

7 Mio. $ auf Davidenko- Niederlage gesetzt

Wirbel um Nikolai Dawidenko (Bild)! Russlands Tennis-Star, der auch von einer österreichischen Staatsbürgerschaft träumt, muss sich schwere Vorwürfe gefallen lassen: Er soll sein Match manipuliert haben! Beim Achtelfinal-Aus in Sopot wurden über fünf Millionen Euro auf eine Niederlage des Top-10-Spielers gesetzt.

Es ist schon längst kein Geheimnis mehr: Seit Jahren wird im Tennis-Zirkus wie wild gewettet. Vor allem bei Grand-Slam-Turnieren ist es keine Seltenheit, dass auf einige Partien gleich mehrere Millionen Euro platziert werden. Doch bei einem kleinen Turnier wie in Sopot, das nur mit 425.250 Euro dotiert ist, läuten sofort die Alarmglocken, wenn die gesetzten Summen auffallend hoch sind.

Hohe Einsätze auf den Außenseiter
Bei Dawidenkos Zweitrunden-Match gegen den Argentinier Martin Vassallo Arguello kann man sich sein eigenes Urteil bilden: Nachdem der Russe den ersten Satz mit 6:2 gewonnen hatte, sind laut dem britischen Wettbüro betfair hohe Einsätze auf den Außenseiter eingegangen. Genauer gesagt: Mehrere Millionen Dollar. Deshalb nahm man das Match auch aus dem Programm, stornierte die Einsätze. Der Grund: Irreguläres und auffälliges Wettverhalten. "Mit voller Berechtigung", sagt Martin Führer, Geschäftsführer der österreichischen Firma wettparadies.at. "Die Partie war sehr auffällig, das erkennt man schon alleine an der Summe, die gespielt wurde. Man müsste schon verrückt sein, so viel Geld nach verlorenem Satz auf den klar schlechteren Spieler zu riskieren..."

Führer, seit Jahren Buchmacher bei Tennis-Matches, ortete schon mehrfach Verdächtiges: "Vor allem bei Italienern und Argentiniern werden öfters extrem hohe Beträge gesetzt, auch bei Dawidenko - und meistens verlieren diese Herren dann auch wirklich..."

ATP leitet Untersuchung gegen Dawidenko ein
Die Wettbüros warnen einander gegenseitig, Führer lässt sich zum Beispiel auf kein Risiko mehr ein: "Wetten auf Niederlagen gewisser Spieler werden von mir nicht angenommen." Die Spielervereinigung ATP versucht seit Jahren, gegen die schwarzen Schafe in den eigenen Reihen vorzugehen - bisher erfolglos. Bei Dawidenko wird aber wenigstens eine Untersuchung wegen Verdachts auf Wettmissbrauch eingeleitet.

Von Peter Moizi, Kronen Zeitung

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