Di, 14. August 2018

Thema Erziehung

15.11.2017 16:15

Dem Nachwuchs richtig Trost spenden

"Ist doch nicht so schlimm!" - Ist es doch! Unser Nachwuchs hat ein sehr gutes Gespür dafür, ob wir seinen Kummer ernstnehmen.

Ein aufgeschürfter Ellenbogen, ein verhauter Test, Streit mit dem besten Freund: Gründe für Kindertränen gibt es genug. Immer wieder bekommen traurige, enttäuschte und aufgebrachte Kinder von Erwachsenen Sätze zu hören wie "Stell dich nicht so an!", "Hab dich nicht so!", "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" oder "Was du immer für einen Aufstand machst!"

Völlig fehl am Platz! Doch wie tröstet man richtig? Hilfreich sind viel mehr Worte wie "Das tut jetzt bestimmt sehr weh. Aber es wird alles wieder gut!" oder "Wir finden eine Lösung. Ich bin immer für dich da." Sprösslinge, die von ihren Eltern "richtig" getröstet werden, bilden ein gutes Urvertrauen und lernen, dass all ihre Gefühle in Ordnung sind.

Wenn der Spross weint, leiden die Eltern mit
Unser Nachwuchs hat ein sehr gutes Gespür dafür, ob wir seinen Kummer ernstnehmen oder seinen Zorn nur beschwichtigen. Kein Trost ist, wenn Mama oder Papa eigentlich keine Zeit haben, mit ihren Gedanken woanders sind oder so gar nicht verstehen, was der Spross jetzt braucht. Ablenkung ist übrigens nur bedingt eine Lösung. Es hängt von der Situation ab, ob es Sinn macht, das Kind durch Zerstreuung aus einem Gefühlschaos herauszuholen.

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
Mein Sohn (12) schiebt permanent alles auf. Immer heißt es: "Gleich, Mama" oder "Ich mach das später". Was kann ich nur gegen seine "Aufschieberitis" tun?

Zur Beruhigung vorneweg: Hausaufgaben oder Verpflichtungen im Haushalt sind häufig von "Aufschieberitis" betroffen. Immerhin wissen wir ja selbst, dass z. B. so manch schulischer Inhalt oft wenig Freude oder Spannung aufkommen lässt. Mein Tipp: Legen Sie fixe Zeiten fest, zu denen möglichst alle Familienmitglieder lästige, aber notwendige Dinge erledigen. Immerhin fallen diese Arbeiten gemeinsam oft leichter! Berücksichtigen Sie dabei auch die Eigenheiten Ihres Sohnes: Schafft er es trotz Aufschiebe-Taktik seine Sachen pünktlich zu erledigen? Wenn ja, sollten Sie seine Arbeitsweise versuchen zu akzeptieren. Jeder muss seine eigene Routine finden. Vermeiden Sie Machtkämpfe, was "falsch" und was "richtig" ist. Verschiebt Ihr Kind allerdings auch selbstgestellte Aufgaben und kapituliert schließlich vor Unerledigtem, braucht es Unterstützung in Form von Aufmunterung und Eltern, die aktiv mithelfen, Dinge anzupacken. Kritik wirkt hier kontraproduktiv. Besser ist es, die Aufgaben einzuteilen und dem Nachwuchs dabei zu helfen, diese Pläne erfolgreich umzusetzen.

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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