10.08.2017 16:50 |

Zu wenig Personal

Spardiktat in Wien: Babystation total überlastet

Akute Engpässe bei der Versorgung werdender Mütter gibt es derzeit in Wien, warnt die Ärztekammer. Die Geburtenstation im Wilhelminenspital ist total überlastet. Der Abteilung fehlen zwei Mediziner und drei Hebammen, heißt es. Die Beschwerden häufen sich. 2018 soll sich die Situation wienweit noch weiter verschärfen.

2016 sperrte die Geburtenabteilung des Hanusch-Spitals zu. Das trifft jetzt das Wilhelminenspital voll. Der Krankenanstaltenverbund (KAV) bestätigt: Durch die "Übernahme von Frauen mit Schwangerschaftskomplikationen" fallen mehr Entbindungen an als geplant. Werdende Mütter sollen nun auf andere Häuser umverteilt werden.

Geburtenanmeldestelle soll Entlastung bringen
Im ersten Halbjahr 2017 sind 5521 Babys in Wien zur Welt gekommen. Dafür seien die Kapazitäten ausreichend, so der KAV. Aber schon 2018 droht der nächste Gau, warnt die Kammer. Die Vinzenzgruppe legt ihre Säuglingsstationen vom Göttlichen Heiland und dem St.-Josefs-Krankenhaus zusammen. Der Spitalsverbund beruhigt und verweist auf eine geplante zentrale Geburtenanmeldestelle, die Entlastung bringen soll.

Dem nicht genug, gibt es Wirbel um erneute Budgetkürzungen für Spitäler und Pflegehäuser. Laut "Presse" sind es 20 Prozent bis Jahresende. Ein KAV-Sprecher verneint: "Es gibt dazu keine Weisung." Dennoch müsse der Ausgabenanstieg (für Medikamente, Geräte etc.) durch "laufende Optimierung" gedämpft werden.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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