11.04.2017 16:45 |

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Biogas-Branche rüstet sich für Schicksalstag

"Es könnte ein Schicksalstag für die Biogasanlagenbetreiber sein!" Selbst der besonnene Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher findet dramatische Worte, wenn es um das geplante neue Ökostromgesetz geht. Ende April soll die Entscheidung im Parlament fallen. Davon hängt ab, wie viele der 37 steirischen Anlagen überleben. Die Branche mobilisiert jetzt nochmals kräftig.

Sieben steirische Anlagen stehen bereits still, für acht weitere läuft heuer die Förderung aus. Alle brauchen weitere staatliche Hilfe, da der Strompreis im Keller ist. Geht der aktuelle Gesetzesentwurf (insgesamt maximal fünf Millionen Euro Förderung pro Jahr) durch, könnten nicht einmal zehn steirische Anlagen überleben, so Hannes Hauptmann, Sprecher der Biogasbranche. Zur Rettung aller effizienten Anlagen (sie nutzen auch die Abwärme) wären 12,5 Millionen Euro notwendig!

Noch lebt die Hoffnung: Wie berichtet, wurde der Gesetzesbeschluss Ende März kurzfristig von der Tagesordnung im Parlament genommen. Die Grünen, deren Zustimmung notwendig ist, zieren sich. "Die Verhandlungen laufen noch, wir wollen ein Plus beim Ökostrom erreichen", sagt Abgeordnete Christiane Brunner. Ende April soll nun tatsächlich der Beschluss fallen.

Transparente und Mahnwache
Die Branche mobilisiert noch einmal kräftig. Heute und morgen werden an einigen Anlagen Transparente ("Wer Ökostrom abdreht, dreht Atomstrom auf") angebracht, am 23. April folgt gar eine Mahnwache. Neben Bürgermeistern gibt es Unterstützung etwa von der TU Graz und vom Bundesheer, das am Fliegerhorst Zeltweg den Grünschnitt der großen Wiesen selbst verwertet und so viele Transporte erspart.

Die Betreiber wünschen sich Förderungen für weitere sieben Jahre. In dieser Zeit soll es große technologische Fortschritte geben, meint auch Mario Müller, Leiter der Forschung bei der Firma SFL aus Stallhofen: "Wir arbeiten an der Effizienzsteigerung, die Anlagen sollten bald wirtschaftlich sein."

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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