06.04.2017 14:09 |

US-Gesetzesentwurf

Wer online Pornos sehen will, muss Steuer zahlen

Wer Pornos schauen will, muss Steuer zahlen. Das sieht zumindest der Gesetzesentwurf des Republikaners Jack Williams im US-Staat Alabama vor.

Wenn es nach den Wünschen Williams' geht, sollen sämtliche internetfähigen Geräte künftig herstellerseitig mit einem Porno-Filter versehen sein, der den Zugriff auf entsprechende Online-Angebote blockiert. Wer trotzdem Pornos schauen möchte, soll dies erst nach Zahlung einer Gebühr von 20 US-Dollar (rund 19 Euro) tun können. Herstellern, die ihre Geräte ohne Sperren verkaufen, sollen zudem empfindliche Strafen drohen.

Wie die Porno-Sperre technisch realisiert werden soll, lässt Williams offen. Der US-Republikaner sieht in dieser jedoch ein probates Mittel, insbesondere Kindern den Zugang zu den expliziten Inhalten zu erschweren und den Menschenhandel in Alabama zu bekämpfen. Die erhobenen Gebühren sollen denn auch dessen Opfer zu Gute kommen.

Bürgerrechtler der American Civil Liberties Union (ACLU) sehen in dem Gesetzesentwurf jedoch einen Verstoß gegen die US-Verfassung. Dass Erwachsene erst einige Hürden nehmen müssten, um Zugriff auf frei zugängliche Informationen im Internet zu erhalten, sei "Zensur, ganz einfach", so ACLU-Alabama-Direktor Randall Marshall gegenüber der Website al.com.

Laut Republikaner Williams soll allerdings nicht nur in Alabama, sondern auch in anderen US-Staaten über entsprechende Gesetzesänderung nachgedacht werden. Sollte der Entwurf angenommen werden, würden der Porno-Filter und die dazugehörige Steuer bereits am 1. Jänner 2018 in Alabama in Kraft treten.

 krone.at
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