29.04.2017 08:00 |

Gut für Friseure?

Föhn aus der Zukunft: Dyson Supersonic im Test

Haartrockner sind nicht unbedingt Kernkompetenz des krone.at-Digitalressorts. Wenn es sich um ein so kurioses Gerät wie Dysons 400-Euro-Föhn Supersonic handelt, kann man aber eine Ausnahme machen. Der Föhn der britischen Tüftler sieht aus als käme er aus dem 24. Jahrhundert, macht Geräusche wie von einem anderen Stern und soll föhnen, wie nie ein Föhn vor ihm geföhnt hat. Wir haben den Test gewagt und ihn einer Friseurmeisterin vorgelegt.

Üblicherweise testen wir die Geräte, über die wir berichten, natürlich selbst. Wenn das Haupthaar des Testers aber so kurz ist, dass es ganzjährig ohne Kontakt zu Haartrocknern auskommt, muss eine Expertin her. Die haben wir in Friseurmeisterin Conny gefunden, die sich für uns bereit erklärt hat, eine Runde mit Dysons Hightech-Haartrockner zu föhnen.

1600-Watt-Motor befördert 41 Liter Luft pro Sekunde
Aber zuerst zur Technik hinter diesem Luftmonster: Mit seinem besonders leichten digitalen Motor ruft der Supersonic eine Leistung von 1600 Watt ab, mit der er bis zu 41 Liter Luft in der Sekunde ausstößt. Eine intelligente Temperatursteuerung soll dafür sorgen, dass der Luftstrom nicht zu heiß wird und die Haare beschädigt.

Föhnaufsätze werden über einen Magnetanschluss mit dem Supersonic verbunden, das Kabel ist 2,7 Meter lang und negative Ionen sorgen dafür, dass sich das Gerät nicht statisch auflädt.

Der Motor befindet sich im Griff
Eine Besonderheit des Dyson Supersonic: Der Motor sitzt im Griff und saugt die Luft durch den Griff an, bevor sie - aerodynamisch verdichtet - durch winzige Schlitze im kreisförmigen Föhnkopf austritt. Kanalisiert wird die Luft anschließend mit den magnetischen Aufsätzen.

Beim Testföhnen gab sich Friseurmeisterin Conny durchaus angetan von dem Gerät. Das Gebläse sei in der Tat außergewöhnlich stark, das Handling durch den dem im Griff untergebrachten Motor und den dadurch in die Hand versetzten Schwerpunkt recht angenehm. Im Friseuralltag bedeutet das eine ermüdungsfreiere Nutzung als mit konventionellen Haartrocknern.

Die mitgelieferten Aufsätze wirken durchdacht: Einer erzeugt einen breiten Luftstrom, einer kanalisiert die Luft präzise auf einen bestimmten Punkt. Und für Besitzer(innen) üppigerer Mähnen oder Lockenfrisuren gibt es eine "Luftdusche", mit der der Supersonic auch solche Herausforderungen bewältigt. Der Magnetanschluss erlaubt das flotte Wechseln der Aufsätze.

Relativ hochfrequente Geräuschkulisse
Die Geräusche, die der Supersonic beim Föhnen ausstößt, sind allerdings für Menschen, die einen konventionellen Föhn gewöhnt sind, etwas gewöhnungsbedürftig. Mit seinem hochfrequenten Sound erinnert der Dyson-Föhn ein wenig an einen Zahnarztbohrer, wurde uns gesagt.

Ein kleines Manko: Das Schutzgitter für den Ansaugbereich, das am unteren Ende des Griffs angeschraubt wird, könnte etwas fester in Position gehalten werden und wird beim Föhnen mit großen Händen leicht durch des Nutzers Greifwerkzeuge zugedeckt.

Nicht kompatibel mit Friseurwagerl
Im Profi-Einsatz beim Friseur ebenfalls relevant: Mit gängigen Friseurwagerl, in denen man als Coiffeur Haarschneid- und Styling-Utensilien unterbringt, ist der Dyson Supersonic nur bedingt kompatibel.

Normalerweise ist hier ein Halter angebracht, in den man den Föhn mit dem Luftauslass voran einsteckt. Weil der Luftauslass des Supersonic kurz ist und die Aufsätze magnetisch anhaften, kann man den Dyson-Föhn hier nur unsicher "parken".

Fazit: Dyson hat 64 Millionen Euro in die Entwicklung seines Supersonic und ein hochmodernes Haarlabor gesteckt - und am Ende ein Gerät abgeliefert, dem durchaus auch Profis etwas abgewinnen können. Power und Ergonomie des Hightech-Haartrockners haben unsere Testerin überzeugt, im Alltag eines Coiffeurs würde sie sich aber angesichts des stolzen Preises eine bessere Kompatibilität mit Friseurwagerl und ein besser fixiertes Luftgitter an der Ansaugöffnung wünschen.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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