20.02.2017 14:27 |

Fehler gefunden

LA-Aufreger: Alle Resultate werden neu überprüft

Nachspiel zu den Hallen-Meisterschaften der Leichtathleten im Dusika-Stadion! Alle Ergebnisse der Läufe - von den Vorläufen bis zu den Finals - werden seit Montag früh vom austragenden Wiener Landesverband neu überprüft und werden wohl häufig korrigiert werden müssen. Inzwischen wurde der Fehler für die Zeitmessung schon gefunden. Dies teilte Helmut Baudis, Generalsekretär des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes, der Kronen Zeitung mit.

Wie die Kronen Zeitung berichtet hatte, kam es am vergangenen Wochenende zu einem Fehler bei der Zeitmessung. Konkret ging es darum, dass Tausendstel nicht aufgerundet, sondern abgerundet worden sind. Dies widerspricht eindeutig der Regel des Weltverbandes 165, 23 (a).

Der Fall wurde beim 60-m-Lauf der Frauen offenkundig. Dort wurden, wegen eines Fotofinishs, die Tausendstel herangezogen, diese lauteten für Siegerin Viola Kleiser 7,521, für Alexandra Toth 7,527. Dies hätte auf 7,53 aufgerundet werden müssen. In den Ergebnislisten standen aber 7,52.

Zeitmessung falsch programmiert
Der Fehler lag bei der manuellen Einstellung für die Alge-Zeitmessung. Dort muss man eingeben, für welche Sportart die Zeitmessung benötigt wird. Es wurde nur "allgemein" und eben nicht "Leichtathletik" programmiert. Bei "allgemein" werden keine Tausendstel gemessen, sondern die Tausendstel "abgeschnitten". Dies war leider verkehrt. Baudis hält deshalb eine Formulierung von "Skandal" aber für übertrieben.

Seit Montag früh um 8 Uhr, so Baudis, überprüfe der Wiener Verband nun alle Ergebnisse und Zielfotos der Läufe, natürlich auch in allen Altersklassen. Im Laufe des Montags dürfte es noch die neue Ergebnisliste für die Titelkämpfe geben.

Neue Motivation für die EM
Im Fall von Markus Fuchs, der über seine 6,69 über 60 m gejubelt hatte, scheint die Sache schon klar. Er wurde, wie die "Krone" recherchiert hatte, bei den Tausendsteln auf 6,695 gestoppt. Dies muss dann im neuen offiziellen Ergebnis 6,70 ergeben. Was für Fuchs traurig ist, aber für ihn nur neue Motivation für die Hallen-EM in Belgrad (3. Bis 5. März) geben wird. Er wird darauf brennen, dort unter 6,70 zu laufen!

Olaf Brockmann, Kronen Zeitung

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