Mi, 21. November 2018

Tests bei anderen

25.01.2017 16:27

Tuberkulose bei Schüler am Gymnasium Kufstein

Aufregung und viele besorgte Fragen am Kufsteiner Gymnasium: Bei einem aus Afghanistan stammenden Schüler (17) wurde offene Tuberkulose diagnostiziert, er wird im Krankenhaus Natters behandelt. Weil die Infektionskrankheit ansteckend ist, wurden 69 "Nahkontaktpersonen" untersucht, die Auswertung läuft.

Der junge Afghane und seine Familie wohnen in einem Asylquartier in Kirchbichl. Bei einer Untersuchung des 17-Jährigen im Vorjahr deutete nichts auf eine Krankheit hin, jetzt muss er im Krankenhaus Natters behandelt werden. "Die Ansteckung muss in  den letzten drei Monaten erfolgt sein, jetzt wollen wir die Infektionsquelle aufspüren", heißt es vom Kufsteiner Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer.

Information an die Eltern

Wie in solchen Fällen vorgesehen, wurden die Eltern per Informationsblatt aufgeklärt. Am Dienstag wurden die Mitschüler in der Klasse 5D und die Deutschgruppe des 17-Jährigen vom Amtsarzt untersucht, ebenso die Mitbewohner in Kirchbichl - insgesamt 69 Personen. Die entscheidende Frage: Wie groß ist die Gefahr für andere Schüler, Lehrer und Mitbewohner? "Eine Ansteckung ist eher unwahrscheinlich. Es geht aber um die bestmögliche Vorsorge, um jeden weiteren Fall zu verhindern", beschwichtigt die Behörde.

Sorge auch in Nachbarklassen

Die Besorgnis bei den Eltern ist dennoch groß - auch in den Nachbarklassen. "Mein Sohn geht in die 5C, doch beim Turnunterricht sind die Buben ja alle zusammen. Ich hätte mir wie in der betroffenen Klasse eine schriftliche Information oder einen Elternabend erwartet." Gestern waren Mutter und Sohn jedenfalls auf eigene Faust bei der Untersuchung. "Nach einer ersten Entwarnung empfahl der Arzt, in den nächsten zwei Jahren alle sechs Monate zum Lungenröntgen zu gehen", so die Unterländerin.

TBC-Fälle rückläufig, aber Flüchtlinge oft betroffen

Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber betonte, dass es 30 bis 40 TBC-Fälle pro Jahr in Tirol gebe und der Trend trotz Flüchtlingsströmen eher rückläufig sei. Ausländer würden nun aber eine Mehrzahl der Fälle ausmachen. TBC-Bakterien werden durch Husten und Nießen übertragen. Symptome sind leichtes Fieber, Gewichtsabnahme oder nächtliches Schwitzen.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tirol
Aktuelle Schlagzeilen
„Wichtiger Schritt“
Antisemitismus-Gipfel: Kurz pocht auf EU-Erklärung
Österreich
„Klarer Favorit“
Bayern-Boss gesucht: Kahn vor München-Rückkehr?
Fußball International
Ab 2021/22
Keine Montagsspiele mehr in deutscher Bundesliga
Fußball International
Nations-League-Abstieg
Irland setzt Teamchef Martin O‘Neill vor die Tür
Fußball International
„Wegen der Hautfarbe“?
Wirbel um „Warnung“ der NEOS vor Kontrollen im Zug
Österreich
„Kein Menschenrecht“
Regierung verteidigt Nein zum UNO-Migrationspakt
Österreich
Aufregung nach Finale
Darts-Eklat: Bad-Boy Price droht nun Ärger
Sport-Mix

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.