So, 24. Juni 2018

Frau angekettet

06.11.2016 08:54

USA: Entführer entpuppt sich als Serienmörder

Nach der Befreiung einer "wie ein Hund" angeketteten Frau und dem Fund einer Leiche auf einem Grundstück im US-Bundesstaat South Carolina hat sich der Verdacht, dass es sich bei dem festgenommen Farmbesitzer um einen Serienmörder handeln könnte, erhärtet. Der Mann, ein registrierter Sexualstraftäter, gestand, vier Menschen getötet zu haben. Er könnte somit mit bis zu sieben Morden in Verbindung stehen, wie die Ermittler am Samstag bekannt gaben.

Der 45-jährige Todd Kohlhepp war festgenommen worden, nachdem die Polizei am Donnerstag eine zwei Monate lang in einem Container auf dem Farmgelände nahe Woodruff angekettete Frau befreit hatte. Ein Tipp hatte die Polizei diese Woche auf das weitläufige Areal geführt. Die 30-jährige Kala Brown hatte nach ihrer Befreiung ausgesagt, der Mann habe ihren Freund, den 32-jährigen Charles Carver, vor ihren Augen erschossen. Brown dürfte laut lokalen Medienberichten als Putzhilfe für Kohlhepp gearbeitet haben, Carver soll ihr bei der Arbeit ausgeholfen haben.

Mann gestand Vierfach-Mord aus dem Jahr 2003
Nachdem dann am Freitag auf dem Grundstück eine Leiche entdeckt wurde, habe der Farmbesitzer am Samstag gestanden, im Jahr 2003 vier Menschen getötet zu habe, sagte der Sheriff der Ortschaft Spartanburg, Chuck Wright. Bei den Toten soll es sich demnach um den 30-jährigen Betreiber eines Motorsport-Ladens in der Umgebung, seine 52-jährige Mutter sowie zwei Angestellte handeln, wie lokale Medien berichteten. Kohlhepp habe dem Sheriff zufolge Angaben zu den Morden gemacht, "die sonst niemand wissen konnte". Der Tatverdächtige sei "sehr kooperativ", so Wright.

Bis zu sieben Morde verübt?
Darüber hinaus führte der 45-Jährige die Ermittler zu Stellen auf seinem Grundstück, an denen er zwei weitere Leichen vergraben habe, sagte der Sheriff weiter. Die Leichen konnten bisher nicht geborgen werden. Insgesamt könnten demnach sieben Morde auf das Konto des mutmaßlichen Serientäters gehen. Laut dem zuständigen Staatsanwalt Barry Barnette würden nun aufgrund der Aussagen von Kohlhepp mehrere, teils mehrere Jahre zurückliegende Fälle von vermissten Personen wieder aufgerollt.

Waffen und Munition auf Grundstück sichergestellt
Auf dem Grundstück des Mannes sei Barnette zufolge zudem eine große Zahl an Waffen sichergestellt worden, darunter zwei Faustfeuerwaffen, mehrere Gewehre und Sturmgewehre sowie Schalldämpfer und "jede Menge" Munition. "Es ist unglaublich, was der da draußen hatte. Dieses Individuum ist ein sehr, sehr gefährliches Individuum", so der Ankläger.

Die Ermittlungen im Fall der beiden seit Ende August Vermissten, Kala Brown und Charles Carver, hatten vor rund einem Monat wieder an Fahrt aufgenommen, nachdem Verwandte und Freunde vermeintlich von den beiden Vermissten gepostete Beiträge in sozialen Netzwerken verdächtig vorgekommen waren. Überzeugt davon, dass die Postings nicht von den Vermissten stammten, hatten die Angehörigen die Behörden alarmiert.

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