Keine Strafe?

Kanzler auf A2: Experte zweifelt Videobeweis an

Österreich
29.10.2016 20:44

Neben CETA wohl der Polit-Aufreger der Woche ist der mutmaßlich über die Südautobahn rasende Kanzlerbus. Mit 148 km/h durch die 80er-Zone - auf Video festgehalten von einem Lenker, der demnach auch nicht langsamer unterwegs war. Trotz hochgehender Wogen und angekündigter Selbstanzeige könnte die Affäre aber ohne Konsequenzen bleiben.

"Der Chauffeur erstattet natürlich Selbstanzeige. Vorausgesetzt, der Videobeweis stimmt auch", so Bundeskanzler Christian Kern zur "Krone". Die Echtheit der Bilder, die ein Autolenker am 4. Oktober auf der Südautobahn machte, steht mittlerweile außer Zweifel.

Aufnahme könnte wertlos sein
Nur: Die Aufnahme könnte wertlos sein. Markus Haindl von der Polizeidirektion Niederösterreich: "Geschwindigkeitsübertretungen müssen auch bei Polizeieinsätzen bei gleich bleibendem Abstand über eine Distanz von mehreren Hundert Metern mit geeichtem Tacho festgestellt werden, um für ein Verfahren beweiskräftig zu sein."

Also: Kein Beweis, keine Strafe. Da ändert auch eine Selbstanzeige nichts.

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