21.09.2016 16:39 |

OP-Säle gesperrt

Kellerassel legt Spital fast eine Woche lang lahm

Eine einzige Kellerassel legt das halbe Spital in Kirchdorf an der Krems in Oberösterreich für fast eine Woche lahm. Nachdem im OP-Bereich ein Tierchen gesichtet wurde, mussten alle fünf Operationssäle bis kommenden Montag geschlossen werden. Bis dahin sollen sämtliche Ungeziefer-"Schleichwege" dicht sein.

"Eine Kellerassel kommt selten alleine", brachte es Jutta Oberweger, die Sprecherin des Spitalsbetreibers gespag, auf den Punkt. Das große Problem war nicht die eine Assel an sich, sondern der Weg, über den sie in den sonst hermetisch abgeriegelten Operationsbereich gelangt war. "Es besteht die Möglichkeit, dass so auch Bakterien eindringen und die Operationssäle kontaminieren können", sagt Rainer Gattringer, Hygienespezialist beim Krankenhaus der Elisabethinen in Linz.

Nach der Sichtung der Assel wurden wegen Schädlingsbefall alle Operationssäle gesperrt, 40 geplante Eingriffe mussten abgesagt werden. Die laufende Operation, während der die Assel gesichtet wurde, konnte aber noch abgeschlossen werden.

Mängel an Abdichtungen von Decke und Lampen
Bei einer Begehung im Spital, das derzeit großflächig umgebaut und saniert wird, wurde dann festgestellt, dass es Mängel an den Abdichtungen der Decke und der Lampen gibt. Diese sollen bis Freitag repariert sein, am Samstag muss der Bereich sterilisiert werden. Am Sonntag sollten Notfälle wieder aufgenommen werden, ab Montag ist ein Vollbetrieb in Aussicht.

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