Demut ist Trumpf

Klopp an Fans: "Singt nicht meinen Namen!"

Sport
11.09.2016 11:36

Die stimmungsvolle Einweihungsparty im ausgebauten Stadion an der Anfield Road ist für Liverpool-Coach Jürgen Klopp offenbar etwas zu viel des Guten gewesen. Nach dem 4:1-Sieg gegen Premier-League-Meister Leicester City am Samstag wies der deutsche Trainer die eigenen Fans an, das Singen seines Namens in Zukunft zu unterlassen, bevor nicht der letzte Pfiff ertönt ist.

Spätestens nach der 3:1-Führung durch Adam Lallana (56. Minute), der schon vor einer Woche im englischen Nationalteam als Torschütze geglänzt hatte, feierten die Liverpool-Anhänger Klopp immer wieder mit Sprechgesängen. Der fühlte sich dabei zwar geehrt, wie er nachher zu Protokoll gab, erinnerte aber daran, dass ein Spiel mehr als 90 Minuten dauert.

"Wie Elfer vor dem Schießen"
"Wenn ich darüber spreche, muss ich sagen: Bitte singt nicht meinen Namen, bevor das Spiel entschieden ist", meinte Klopp gegenüber Reportern. "Das ist ein bisschen wie einen Elfmeter zu feiern, bevor man getroffen hat", ergänzte er. "Ich spiele nicht, aber wenn sie mich mögen, ist das nett. Ich mag sie alle."

Neben Lallana trafen für die Klopp-Mannschaft Roberto Firmino (13., 89.) und der frühere Salzburger Sadio Mane. Der Meister kam durch Jamie Vardy (38.) zum zwischenzeitlichen 1:2. Ex-ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs spielte bei Leicester als Linksverteidiger durch. Leicester hat den Start verpatzt und liegt bereits acht Zähler hinter Spitzenreiter Manchester City.

Liverpool nun Fünfter
Die "Reds" verbesserten sich mit nun sieben Punkten auf den fünften Platz der Tabelle. Die ersten drei Saisonspiele musste Liverpool in der Fremde austragen, weil sich der Umbau der Haupttribüne verzögert hatte. 54.074 Fans fasst nun das Kult-Stadion. "Was wir in dieser Saison machen müssen, ist unsere eigene Atmosphäre kreieren für uns und niemanden sonst", gab Klopp die Devise aus.

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(Bild: KMM)



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