Mi, 22. August 2018

Plus 3 Kanutinnen

26.07.2016 17:00

Russen-Doper bescheren ÖOC weitere Rio-Startplätze

Österreichs Olympiateam für Rio hat sich von 68 auf 71 Teilnehmer vergrößert! Weil der Kanu-Weltverband mehrere russische Athleten in Folge des Dopingskandals suspendierte, wurden Quotenplätze frei. Das Österreichische Olympische Komitee beschloss in Absprache mit dem Kanuverband, jene im Kajak-Einer für Yvonne Schuring und im Kajak-Zweier für Viktoria Schwarz/Ana Roxana Lehaci anzunehmen. "Es war immer unsere Linie, Quotenplätze, die Österreich aufgrund von Doping-Sperren zugesprochen werden, zu akzeptieren. Dieser Linie bleiben wir treu", so ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel.

Das Rio-Team ist damit das größte Österreichs seit 2004 in Athen, als 74 Aktive nominiert waren. 2008 in Peking und 2012 in London waren es jeweils 70. 68 Teilnehmer hätten das kleinste Team seit 40 Jahren bedeutet, als 1976 in Montreal 64 mit dabei waren.

Schwarz noch nicht 100-prozentig fit
Schwarz, die sich aus privaten Gründen derzeit in Sao Paulo befindet, muss sich allerdings in Rio noch einer sportmedizinischen Untersuchung durch ÖOC-Chefarzt Alfred Engel unterziehen. Sie war Ende Mai beim Schlafwandeln vom Balkon sieben Meter in die Tiefe gestürzt, hatte sich die linke Schulter, die Nase und ein Fersenbein gebrochen, zuletzt aber bereits wieder im Boot trainiert.

Beide österreichischen Boote hatten die Olympia-Qualifikation nur knapp verpasst. Im Hinterkopf blieb die Möglichkeit einer Doch-Noch-Teilnahme, wie auch Flachwasser-Sportkoordinator Günther Briedl bestätigte. "Sie haben weitergearbeitet, weitertrainiert. Ana und Yvonne waren zuletzt auch bei den Staatsmeisterschaften am Start. Ich hoffe, sie geben Gas in Rio."

"Versöhnliches Ende mit sehr viel Anlauf"
Die nachträgliche Startgenehmigung sieht er als "versöhnliches Ende mit sehr viel Anlauf". Aber wenn Leute dopen, dann müsse auch die Gerechtigkeit irgendwann einmal siegen, meinte Briedl. Der K2-Platz ging direkt an Österreich, der K1-Platz über 200 m nur deshalb, weil ihn die zuerst berücksichtigten Deutschen nicht in Anspruch nahmen. Der deutsche Verband hatte bereits insgesamt fünf Kajak-Plätze im Frauenbereich erkämpft.

Für das ÖOC ergibt sich damit die Möglichkeit, auch einen Zweier an den Start zu bringen, sollte Schwarz von Engel kein grünes Licht für ein Antreten bekommen. Dem Vernehmen nach sollen Schuring und Lehaci nun in der Heimat für alle Fälle auch das gemeinsame Zweiertraining aufnehmen.

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