Mo, 22. Oktober 2018

Kuppel am Boden

01.06.2016 17:19

Hundertwasserkirche ist jetzt "oben ohne"

"Owihebn, owihebn!" Unter begeisternden Anfeuerungsrufen vieler Volksschulkinder wurde Mittwochvormittag die Zwiebelkuppel der bekannten Bärnbacher Hundertwasserkirche zu Boden gehoben. Über die Sommermonate wird sie jetzt direkt vor Ort restauriert, abgedichtet und auch neu vergoldet.

Ein klein wenig Anspannung liegt in der Bärnbacher Vormittagsluft. Neben der Pfarrkirche St. Barbara, besser bekannt als Hundertwasserkirche, steht ein großer 100-Tonnen-Kran der Firma Prangl. Zwei Arbeiter in einem Personenkorb befestigen - bei strahlendem Sonnenschein - in 30 Metern Höhe Ketten am Kreuz, das auf der Kuppel thront.

Am Boden verfolgen Dutzende Personen jeden Handgriff, darunter Pfarrer Winfried Lembacher: "An der Kuppel gibt es einige Schäden, etwa durch den Hagel." Nach 28 Jahren wird sie nun um etwa 100.000 Euro saniert. Die Kosten für das neue Blattgold übernimmt dabei die Stiftung des verstorbenen Künstlers Friedensreich Hundertwasser.

"Jetzt geht's los!"
9 Uhr: Das Kreuz wird sicher zu Boden gehoben, der erste Teil ist geschafft. Doch der große Brocken wartet noch. Immer mehr Schaulustige treffen ein, in der großen Pause strömen auch die Volksschulkinder herbei - und dürfen bleiben. "Sie würden jetzt ja eh nur am Fenster hängen", lacht eine Lehrerin. "Jetzt geht’s los!", schreien die Kinder begeistert.

Doch etwas Geduld ist gefragt. Die Kuppel ist zwar bereits am Kran eingehängt, sie wackelt auch schon, will aber partout nicht abheben. Arbeiter fahren in die Höhe, helfen etwas nach. Die Zeit drängt, denn dunkle Wolken ziehen auf. Um 10.10 Uhr ist es dann soweit: Der Kran bringt die mächtige Kuppel sicher zu Boden. Applaus brandet auf, alle Beteiligten sind sichtlich erleichtert.

Direkt neben der Kirche wird die Kuppel nun eingehaust, dann können die Restauratoren ihre Arbeit beginnen. Zum Pfarrfest Anfang September soll die Kirche wieder "vollständig" sein.

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