23.05.2016 12:54 |

Ja durch Schließen:

Windows 10: User ärgern sich über Upgrade-Schmäh

Microsofts Windows 10 kann von Besitzern der Vorgänger Windows 7 und 8 noch bis 29. Juli als Gratis-Upgrade bezogen werden. Damit möglichst viele von diesem Angebot Gebrauch machen, hat Microsoft die in der Vergangenheit bereits kontrovers diskutierten Update-Benachrichtigungen nochmals überarbeitet: In der aktuellen Version gibt es keine Möglichkeit mehr, die Installation abzulehnen.

Windows 10 ist zwei Monate vor Ende des Gratis-Zeitraums auf mehr als 300 Millionen PCs installiert, Microsoft reicht das aber offenbar nicht. Wie das IT-Magazin "PC Welt" berichtet, hat der Software-Konzern die Upgrade-Benachrichtigungen überarbeitet und damit bei Scharen von Windows-Nutzern den Update-Prozess ausgelöst, selbst wenn diese dies eigentlich nicht wollten.

Upgrade-Dialog lässt Nutzern keine Wahl
Konkret wurde der Upgrade-Dialog so überarbeitet, dass er Nutzern einen Upgrade-Zeitpunkt anzeigt, an dem das System auf Windows 10 aktualisiert werden soll. Darunter gibt es nur zwei Buttons: "OK" und "Jetzt upgraden".

Die Möglichkeit, das Windows-10-Upgrade nicht zu installieren, sieht der Dialog nicht vor - obwohl man damit schon vor Monaten Kritik auf sich gezogen hatte. Konnte das Upgrade bisher zumindest durch einen Klick auf das "X" rechts oben im Upgrade-Fenster gestoppt werden, wird nun offenbar auch das als Zustimmung gewertet und das Upgrade zum angezeigten Zeitpunkt gestartet.

Manche User wollten Upgrade gar nicht
Die Folge: Zahlreiche Nutzer, die sich über den Upgrade-Dialog geärgert und ihn per Klick auf "X" geschlossen haben und sich nun wundern, warum Windows 10 trotzdem installiert wird. Besonders ärgerlich ist das für User, die den PC zum Arbeiten brauchen und unverhofft mit dem Windows-10-Upgrade konfrontiert werden.

Microsoft hat im vergangenen Jahr tief in die Trickkiste gegriffen, um möglichst viele Nutzer der Vorgängerbetriebssysteme zum Upgrade auf Windows 10 zu bewegen. Die penetranten Upgrade-Benachrichtigungen, die Konsumentenschützer als "unzumutbare Belästigung" betitelten, sind nur einer davon. Windows 10 wurde außerdem nachträglich vom optionalen zum empfohlenen Windows-Update gemacht, wodurch entsprechend eingestellte PCs es automatisch herunterladen.

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