25.06.2006 14:17 |

NHL-Karriere

Vancouver holte im NHL-Draft Michael Grabner

Michael Grabner ist das zweite heimische Eishockey-Talent, das in der ersten Runde des NHL-Drafts gezogen worden ist. Die Vancouver Canucks sicherten sich am Samstag die Rechte des 18- jährigen Kärntners, der als Nummer 14 gezogen wurde. Nur Thomas Vanek, der im Vorjahr den Sprung in die National Hockey League geschafft hat, war als Nummer fünf (2003 von den Buffalo Sabres) höher gehandelt worden.

Bei dem seit 1963 jährlich durchgeführten Draft erwerben die Klubs der NHL (derzeit 30) die Rechte an den weltweit besten Talenten, die in die NHL wollen. Eine NHL-Karriere scheint für Grabner somit in Reichweite, auch wenn ein Draft noch keinesfalls mit einem Vertrag in der stärksten Eishockey-Liga der Welt gleichzusetzen ist.

"Dafür habe ich mein Leben lang gearbeitet, um in die NHL zu kommen", erklärte Grabner, der vor zwei Jahren von Villach nach Amerika gegangen ist. "Es ist schwer, von Österreich den Sprung in die NHL zu schaffen. Deshalb bin ich nach Nordamerika gegangen", so der rechte Flügel, der sich bei den Spokane Chiefs in der höchsten kanadischen Junioren-Liga CHL durchsetzte. Mit 36 Toren in 67 Spielen war Grabner in der abgelaufenen Saison Top-Scorer der Chiefs und einer der besten zehn Torschützen der gesamten Liga.

Hoch gehandelt wurde auch Andreas Nödl. Der 19-jährige Wiener wurde als Nummer 39 von den Philadelphia Flyers gedraftet und ist damit nach Vanek (5), Grabner (14) und Gregor Baumgartner (37) als bisher vierthöchster Österreicher gezogen worden.

Der Stürmer erreichte mit Sioux Falls Stampede, dem Klub, bei dem Vanek noch einige Rekorde hält, das Finale der US-Juniorenliga USHL. Mit 29 Treffern war Nödl sechstbester Torschütze der Liga und wurde ins All-Star-Team der USHL gewählt. Nödl war die zweite Wahl der Flyers, er wird an die St.-Cloud State-University wechseln.

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