Oberösterreich will Musterregion für künstliche Intelligenz (KI) werden. Ein Pflock dafür wurde am Mittwoch eingeschlagen: Erstmals trat das „KI-Strategieboard“ zusammen, dessen Aufgabe es ist, die Technologie in die Industrie zu implementieren, Start-ups zu fördern und den Menschen die Angst vor KI zu nehmen.
Mitte September hat Landesregierung für die Implementierung von KI in der Industrie und für KI-Kurse für die Bevölkerung Geld freigegeben. Vor zwei Wochen schloss LH Thomas Stelzer (ÖVP) einen Pakt mit Bayern: Die Linzer Kepler Uni und das Software Competence Center Hagenberg kooperieren künftig in Sachen KI mit dem mächtigen Leibniz-Rechenzentrum bei München. Und nun folgte der nächste Schritt zur Umsetzung der KI-Strategie „WunderKInd OÖ“ des Landes.
Drei Arbeitsgruppen gegründet
Ein etwa 20-köpfiges Team – „führende Köpfe aus Industrie Forschung, Tech-Unternehmen und Interessenvertretungen“ – trat am Mittwoch erstmals als „KI-Strategieboard“ zusammen. Es soll laut Stelzer daran arbeiten, OÖ zu einer führenden KI-Region in Europa zu machen. Zu diesem Zweck wurden am Mittwoch drei Arbeitsgruppen für Wirtschaft, Start-ups und Bevölkerung auf den Weg gebracht.
Berührungsängste abbauen
Die erste Gruppe soll KI schneller in die industrielle Anwendung bringen und die Automatisierung vorantreiben. Für Gruppe zwei gilt es, innovative KI-Unternehmen zu fördern und Start-ups mit Forschung und Industrie zu vernetzen. Aufgabe der dritten Gruppe ist es, Berührungsängste der Menschen mit KI abzubauen und die Chancen neuer Technologien für sie nutzbar zu machen. „Entscheidend ist, dass aus Spitzenforschung konkrete Anwendungen werden, die unseren Betrieben einen Wettbewerbsvorsprung verschaffen“, sagt Stelzer.
Die Arbeitsgruppen sollen in den kommenden Monaten ihre Arbeit aufnehmen, das nächste Treffen des KI-Strategieboards ist Ende des ersten Quartals 2027 vorgesehen.
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