Helfer verunsichert

Rotes Kreuz OÖ war von Phishing-Attacke betroffen

Oberösterreich
22.10.2026 07:00

Da hilft kein Pflaster: Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes OÖ sind durch eine Phishing-Attacke verunsichert. Am 10. Oktober nutzten Angreifer gefälschte Webseiten, um dienstliche E-Mail-Zugangsdaten einzelner Mitarbeiter abzugreifen. Anschließend versendeten sie mit den kompromittierten E-Mail-Konten weitere Phishing-Nachrichten. 

Stinksauer machte sich ein Rot Kreuz-Mitarbeiter mit einem E-Mail an die „OÖ Krone“ Luft: „In letzter Zeit gibt es massive Hackerangriffe gegen OÖ Rotes Kreuz, das dazu führt, dass Phishing E-Mails landesweit an alle Mitarbeiter versendet werde. Ich habe große Sorge und frage mich, ob meine persönlichen Daten beim RK sicher sind? Oder wurden diese vielleicht schon abgesaugt?“

Wir fragten beim Roten Kreuz OÖ nach
Hier die Antworten: „Ja, das OÖ. Rote Kreuz war beginnend mit 10. Oktober von einem Phishing-Angriff betroffen. Durch rasch eingeleitete Maßnahmen und bereits bestehende technische Sicherheitsvorkehrungen konnten die Auswirkungen begrenzt werden. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben durch ihre Aufmerksamkeit und die gute Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Vorfalls geleistet. Das OÖ. Rote Kreuz arbeitet gemeinsam mit externen Experten intensiv an der Aufarbeitung und Absicherung unserer Systeme. Seit vergangenem Freitag wurden keine weiteren Phishing-E-Mails über Konten von Rotkreuz-Mitarbeitenden versendet. Die Lage hat sich mittlerweile deutlich stabilisiert und ist unter Kontrolle.“, so ein Sprecher zur „Krone“.

Wie lief die Attacke ab?
Die Angreifer nutzten gefälschte Webseiten, um dienstliche E-Mail-Zugangsdaten einzelner Mitarbeiter abzugreifen. Anschließend versendeten sie mit den kompromittierten E-Mail-Konten weitere Phishing-Nachrichten. „Nach aktuellem Erkenntnisstand waren ausschließlich einzelne dienstliche E-Mail-Konten betroffen. Es liegen keine Hinweise auf eine Kompromittierung weiterer IT-Systeme vor“, so das Rote Kreuz Oberösterreich auf „Krone“-Anfrage: „Es sind die Zugangsdaten der kompromittierten E-Mail-Konten abgeflossen. Nach aktuellem Erkenntnisstand waren die Daten von Patienten zu keinem Zeitpunkt gefährdet.“

Dienstbetrieb war nicht beeinträchtigt
Der reguläre Dienstbetrieb war nicht beeinträchtigt, so das RK OÖ. Im E-Mail-Verkehr komme es derzeit vereinzelt noch zu Einschränkungen bei der Zustellung an externe Unternehmen und Einrichtungen. An der vollständigen Behebung werde intensiv gearbeitet. 

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