Im August attackierten Cyberkriminelle die Arbeiterkammer Oberösterreich. Während die Interessenvertretung nun wieder ihren Regelbetrieb aufnimmt, laufen im Hintergrund die Ermittlungen. Die Hacker wollten mit der Arbeiterkammer Kontakt aufnehmen...
Der Hacker-Krimi in der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich hat ein vorläufiges Ende: Mehr als zwei Monate nach der Cyberattacke auf die Interessenvertretung – Unbekannte hatten die Server am 10. August lahmgelegt – kehrt die Arbeiterkammer nun wieder in den Regelbetrieb zurück.
Die letzten der mehr als 500 AK-Mitarbeiter in Oberösterreich erhalten am Mittwoch ihre Laptops zurück – bisher mussten sie auf Ersatzgeräte umsteigen -, auch die gewohnten Mailadressen funktionieren wieder. Über alte Telefone aus dem Keller war die AK für ihre Mitglieder ohnehin durchgehend erreichbar.
„Hacker haben Kontakt zu uns aufgenommen“
„Wir haben die Sicherheitsmaßnahmen massiv erhöht, das hat Zeit gebraucht. Wir haben jetzt ein neues System“, sagt die Direktorin der AK OÖ, Andrea Heimberger. Der Schaden durch die Cyberattacke sowie die Kosten für den Ausbau der IT-Sicherheit können noch nicht beziffert werden.
Unklar ist nach wie vor, wie viele und welche Daten der 670.000 AK-Mitglieder gestohlen wurden und wer hinter dem Angriff steckt. „Die Hacker haben Kontakt zu uns aufgenommen“, verrät Heimberger. Doch auf Anraten der Ermittler habe man darauf nicht reagiert.
Ermittlungen laufen
Jetzt sind die Behörden am Zug: „Es laufen Ermittlungen wegen Datenbeschädigung und versuchter Nötigung, weil die Täter zur Kontaktaufnahme genötigt haben sollen“, sagt Ulrike Breiteneder, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Linz. Ob die Hacker jemals ausfindig gemacht werden, ist freilich unklar – viele Cyberkriminelle sitzen im Ausland.
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